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Ehrenamt schützen, Vereine stärken, Datenschutz mit Augenmaß

Mit dem Bayerischen Weg der Datenschutz-Grundverordnung stärkt die Staatsregierung Vereine und  Ehrenamtliche. Die bayernweiten Sonderregelungen im Überblick

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung hat bei vielen Vereinen für Verunsicherung gesorgt. Die sogenannte DSGVO ist seit dem 25. Mai geltendes europäisches Recht. Wir nehmen es nicht hin, dass solche Bürokratisierung Vereine in Bayern belastet.

Der Bayerische Weg schützt Vereine und sorgt für eine angemessene und angepasste Anwendung des europäischen Rechts:

  • Schutz des ehrenamtlichen Engagements: Kein Amateursportverein, keine Musikkappelle muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen. 
  • Hinweise und Beratung statt Sanktionen: Wer nicht auf Anhieb alles gleich richtig macht, muss nicht mit Sanktionen rechnen. 
  • Keine Abmahnindustrie: Eine Praxis von Abmahnanwälten, die Vereine oder Unternehmen rechtsmissbräuchlich abmahnen und abkassieren, wird die Bayerische Staatsregierung nicht hinnehmen.
  • Hotline für Vereine und ehrenamtlich Tätige beim Landesamt für Datenschutzaufsicht: 0981-53-1810
  • Website des Bayerischen Innenministeriums: www.dsgvo-verstehen-bayern.de

 

5 Tipps für Vereine zum Umgang mit der DSGVO

1. Entwarnung für Vereine – Es gibt einen Bayerischen Weg

Das müssen Sie nicht tun!

Die Bayerische Staatsregierung schützt das ehrenamtliche Engagement und lässt die Vereine nicht im Stich. Wir gehen den Bayerischen Weg:

  • Kein Datenschutzbeauftragter nötig bei Vereinen, wo weniger als 10 Personen für die Verarbeitung personenbezogener Daten verantwortlich sind. Wer nur ab und zu Zugang zu Daten hat, wird hier nicht mit eingerechnet! Zu den 10 Personen gehören nur diejenigen, deren Kernaufgabe die Datenverwaltung ist.
  • Keine Einwilligungserklärung nötig: Vereine brauchen keine Erlaubnis ihrer Mitglieder einzuholen, um deren Daten erheben, verarbeiten und nutzen zu können: Dies ist durch die vertragliche Beziehung der Mitgliedschaft automatisch geregelt.

    Sie brauchen also bei bestehenden Mitgliedern nicht extra eine Einwilligungserklärung einzuholen, wenn Sie weiterhin Einladungen, Newsletter etc. versenden wollen. Bei Neumitgliedern nehmen Sie einfach einen Passus im Mitgliedsantrag auf. (Ausnahme: Bei Veröffentlichung von Fotos / Mitgliederdaten auf der Webseite oder sonstigen Veröffentlichungen → hier muss Einverständnis eingeholt werden
    Muster einer Einwilligungserklärung: Fotos auf Internetseite des Vereins
    Muster einer Einwilligungserklärung: Mitgliederdaten auf Internetseite des Vereins
  • Beratung statt Sanktionen: Wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, wird es keine Bußgelder geben. Die Staatsregierung wird hier mit praxisnahen Unterstützungsangeboten weiterhelfen. 

  • Wir werden eine Praxis von Abmahnanwälten, die Vereine oder Unternehmen rechtsmissbräuchlich abmahnen und abkassieren, nicht hinnehmen.

2. Informieren Sie neue Mitglieder über folgendes...

  1. welche Daten Sie
  2. zu welchem Zweck erheben und
  3. wer diese Daten einsehen kann.     

Tipp: Bei bereits bestehenden Mitgliedern besteht diese Informationspflicht nicht!

Tipp: Worüber muss ich eigentlich genau informieren?

Muster-Informationsschreiben

„Welche Daten“?

In der Regel sind das:

Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, Bankverbindung, Vereinsbereich (z.B. Turnen, Jugendchor etc.)

„zu welchem Zweck“?

In der Regel sind das:

  • Mitgliederverwaltung  
  • Beitragsverwaltung
  • Betrieb der Webseite des Vereins (über Hosting-Dienstleister) / Veröffentlichung von Fotos der Mitglieder auf der Webseite zur Außendarstellung
„wer“?

In der Regel sind das:

  • die für die Mitglieds- und Beitragsverwaltung zuständigen Personen
  • Hosting-Dienstleister für den Betrieb der Webseite
  • ggf. Dachverbände / Dachorganisationen

Tipp: Bringen Sie diese Informationen gleich im Mitgliedsantrag unter.

3. Holen Sie eine Einwilligung der Mitglieder ein

...wenn Sie Fotos und ggf. Mitgliederdaten auf der Vereins-Webseite veröffentlichen wollen. Keine Einwilligung bei bestehenden Mitgliedern für Versand von Einladungen / Newslettern etc. nötig!   

Muster einer Einwilligungserklärung: Fotos auf Internetseite des Vereins

Muster einer Einwilligungserklärung: Mitgliederdaten auf Internetseite des Vereins

Tipp: In der Praxis bewährt es sich, dass man die Personen, die Sie fotografieren möchten, vor der Veranstaltung (mündlich oder über einen kleinen schriftlichen Hinweis am Eingang) kurz darüber informiert, dass man Fotos macht, und zwar

  1. zwecks Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, dass
  2. diese Fotos auf der Webseite des Vereins (oder anderen Publikationswegen) veröffentlicht werden
  3. und dass die Personen, die dies nicht möchten, dies jederzeit ablehnen können.

Tipp: Bei künftigen Mitgliedern: Bringen Sie diese Einwilligungserklärung gleich beim Mitgliedsantrag unter.

4. Legen Sie eine Tabelle an, aus der hervorgeht, wie Ihr Verein mit personenbezogenen Daten umgeht.

Dieses Verzeichnis muss mindestens folgende Informationen enthalten:

Mustertabelle

  • Namen und Kontaktdaten des Vereins und ggf. Datenschutzbeauftragter (s.1. Entwarnung für Vereine)
  • Um die Daten welcher Personengruppen handelt es sich?
    Tipp: In der Regel gibt es bei Vereinen 2 wichtige Personengruppen:
    1. Mitglieder
    2. Beschäftigte
  • Zweck der Datenverarbeitung
    Tipp: In der Regel sind das
    1. bei Mitgliedern: Mitgliederverwaltung, Beitragsverwaltung, Betrieb der Webseite des Vereins (über Hosting-Dienstleister) / Veröffentlichung von Fotos der Mitglieder auf der Webseite zur Außendarstellung
    2. bei Beschäftigten: Lohnabrechnung (über externen Dienstleister)
  • Welche Art von Daten wird erhoben?
    Tipp: In der Regel sind das Name, Adresse, Geburtsdatum, Eintrittsdatum, E-Mail-Adresse, Bankverbindung, Vereinsbereich (z.B. Turnen, Jugendchor etc.)

  • Welche Personengruppe bekommt die Daten noch?
    Tipp: In der Regel können das bei Vereinen sein:
    1. Externer Dienstleister (für Lohnabrechnung)
    2. Steuerberater (für Beitragsverwaltung)
    3. ggf. Dachverbände / Dachorganisationen 
  • wenn möglich, vorgesehene Fristen für die Löschung der verschiedenen Datenkategorien (– bei Spendenquittungen z.B. „10 Jahre“)

5. Führen Sie eine Datenschutz - Verpflichtung Ihrer Beschäftigten durch

Muster für Datenschutz-Verpflichtung

Die Personen, die mit der Datenverarbeitung befasst sind, müssen auf das Datengeheimnis verpflichtet werden. Dazu sollte der Verein ein entsprechendes Merkblatt vorbereiten und per Unterschrift bestätigen lassen.

 

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Bayerischer Innovationspreis Ehrenamt 2020

Das Leitthema für 2020: „Ehrenamt ist nachhaltig! – Ehrenamt gestaltet unsere Zukunft!“

Sie haben ein Projekt zum Thema nachhaltiges Ehrenamt, das sich durch eine innovative Idee oder eine modellhafte Initiative auszeichnet? Sie sitzen an einer Idee, die noch nicht realisiert ist, jedoch Menschen für die nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft durch ehrenamtliches Engagement begeistert?

Dann bewerben Sie sich beim Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2020. Ziel dieser Auszeichnung ist es, das Bürgerschaftliche Engagement in Bayern zu würdigen.

Bitte beachten: Bewerbungsschluss ist der 13. Oktober 2019!

Weitere Infos finden Sie hier!

2019-07-23 Innovationspreis


 

Migranten ehrenamtliches Engagement näherbringen

Rund ein Viertel der Einwohner von München hat einen Migrationshintergrund, Tendenz aufgrund des Zustroms von Schutzsuchenden in den letzten Jahren steigend. Um vermehrt auch diese Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern, werben die Münchner Freiwilligen-Agenturen mit einem neuen "Erklär-Film". Sehenswert!

Aktivierung erforderlich

Durch das Klicken auf dieses Video werden in Zukunft YouTube-Videos auf dieser Webseite eingeblendet. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an YouTube übermittelt werden. Sie können mit einem Klick dauerhaft das Abspielen aktivieren oder in den Datenschutzhinweisen auch dauerhaft wieder rückgängig machen.


 

Finanzminister der Ländern wollen Ehrenamtspauschale und Übungsleiterfreibetrag erhöhen

Die Finanzminister der Länder sprachen sich am Freitag, den 24. Mai 2019 in Berlin dafür aus, den Übungsleiterfreibetrag um 600 Euro auf jährlich 3000 Euro sowie die Ehrenamtspauschale um 120 Euro auf 840 Euro zu erhöhen. 

Die Ehrenamtsbeauftragte begrüßt die Entscheidung und hofft auf eine baldige Umsetzung des Beschlusses durch den Bund.


 

 

Ehrenamtskarte für München

Der Münchner Stadtrat hat heute beschlossen, dass die Bayerische Ehrenamtskarte ab Herbst 2019 auch in der Landeshauptstadt eingeführt wird. Damit profitieren auch Münchens Ehrenamtliche von den zahlreichen Vergünstigungen in ganz Bayern, die die Karte ermöglicht. Dazu gehören unter anderem freier Eintritt in die staatlichen Schlösser und Museen, vergünstigte Kinokarten oder ein ermäßigter Eintritt ins Deutsche Museum.

Mehr als 140.000 Ehrenamtskarten wurden bayernweit bereits ausgegeben. Alle Ehrenamtlichen, deren Kommune teilnimmt und die mindstens 250 Stunden im Jahr aktiv sind oder eine Jugendleiterkarte besitzern, können die Ehrenamtskarte beantragen.

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Bild 15 Ehrenamtskarten


 

Gut zu wissen: Ehrenamtskarte gibt es jetzt auch für Freiwilligendienste

Die Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) sowie am Bundesfreiwilligendienst (BFD) in Bayern können ab sofort die blaue Ehrenamtskarte erhalten. 90 Städte und Landkreise in ganz Bayern geben das „Dankeschön im Scheckkartenformat“ bereits aus. Über 140.000 Ehrenamtliche haben die Bayerische Ehrenamtskarte schon erhalten und bekommen damit bei bayernweit rund 5.000 Akzeptanzstellen Vergünstigungen. Viele junge Menschen leisten mit ihrem Freiwilligendienst tolle Arbeit und das wird jetzt mit der Ehrenamtskarte honoriert.

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Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) - in Bayern nicht so heiß gegessen wie von Europa gekocht!

Die Datenschutz-Grundverordnung stellt viele Ehrenamtliche vor große Heraus­forderungen. Aber es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Hier finden Sie 5 Tipps für Vereine zum Umgang mit der DSGVO.

Bild Dsgvo 5 Tipps Fuer Vereine


 

Gut zu wissen: Das Freiwillige Soziale Jahr mal anders – das FSJ Digital

Wer im Raum Oberfranken an einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) interessiert ist und dieses einmal „anders“ erleben möchte, für den gibt es das FSJ Digital: Schülern, jungen Erwachsenen, Eltern und Senioren Mut für die digitale Welt machen, Workshops abhalten und digitale Sprechstunden abhalten – das alles gehört zur Bandbreite des FSJ Digital. Nähere Infos beim BRK Kreisverband Kronach (Telefon: 09261 / 60 72 110).

Fsj Digital - Moritz Stroehlein


 

Gut zu wissen: Bayern macht mit anderen Ländern Vorstoß auf Bundesebene - Erhöhung der Freigrenze des § 64 ABS. 3 Abgabenordnung

Bayern beteiligte sich am 28. Juni mit anderen Ländern am Entschließungsantrag im Bundesrat, um für steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, die von Vereinen unterhalten werden und die lediglich geringe Umsätze erzielen, eine höhere Freigrenze zu erzielen: von 35.000 Euro auf 45.000 Euro.

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Bundesrat Entschliessungsantrag


 

Bayerischer Verdienstorden

160.000 Erwachsene und 100.000 Jugendliche verbringen ihre Freizeit beim Bayerischen Trachtenverband. Sie pflegen Tradition, Kultur, Mundart und vieles mehr. Am 27. Juni erhielt Max Bertl, Vorsitzender des Bayerischen Trachten­verbands, den Verdienstorden für seinen großartigen Einsatz für unsere Heimat und bayerisches Brauchtum. Herzlichen Glückwunsch!

Bild 11 Bayerischer Verdienstorden


 

Entwarnung für Vereine – Der Bayerische Weg bei der DSGVO: helfen statt strafen

Mit dem bayerischen Weg gibt die Staatsregierung der Datenschutz-Grundverordnung ein vereinsfreundliches Gesicht. Die neuen Bestimmungen der DSGVO werden mit Augenmaß angewandt und ehrenamtliches Engagement wird geschützt.

Ministerrat



 

Gut zu wissen: Unterstützer gesucht - Helfernetz Bayern

Helfernetz Bayern – das sind die sieben Hilfs- und Einsatzorganisationen in Bayern, die sich im Bevölkerungsschutz engagieren. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ sucht das Helfernetz Bayern nicht nur Ehrenamtliche, sondern Unter­nehmen in ganz Bayern, die sich stark machen für das Ehrenamt.

Quelle: Helfernetz Bayern
Foto: Helfernetz Bayern

 

Gut zu wissen: Ehrenamtskarte Bayern – jetzt auch freier Eintritt in Staatliche Museen und Sammlungen

Seit dem 1. April 2018 können Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte gratis die staatlichen Kunstmuseen und -sammlungen und die Staatlichen Natur­wissen­schaftlichen Sammlungen Bayerns besuchen. Sozial­ministerin Kerstin Schreyer betonte: „Rund 140.000 Ehrenamtliche in ganz Bayern haben die Bayerische Ehrenamtskarte schon erhalten. 90 Städte und Landkreise beteiligen sich daran. Die Bayerische Ehrenamtskarte ist eine greifbare An­er­ken­nung und ein Danke­schön für all diejenigen, die sich besonders im Ehrenamt engagieren. Ich freue mich, dass die Ehrenamtskarte mit dem neuen Angebot noch attraktiver wird. Denn sich ehrenamtlich zu engagieren, ist weder selbstverständlich noch ist es mit Geld aufzuwiegen.“

Bild 15 Ehrenamtskarten


 

Gut zu wissen: Juleica

Die Juleica ist seit langem ein wertvolles Zertifikat, das sich Jugendleiter/innen erwerben können. Danke an den Bayerischen Jugendring, der dafür vom Freistaat gut gefördert wird. Die Juleica macht fit für die Herausforderungen in der Jugen­darbeit, man profitiert aber auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung.

Fragt bei Eurem Stadt- oder Kreisjugendring nach!

Juleica


 

Die Ehrenamtskarte Bayern – ein Zeichen der Anerkennung

Gut 140.000 Ehrenamtskarten wurden seit 2011 ausgegeben. Von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten sind mittlerweile 90 mit dabei.

Beim Landesnetzwerkbürgerschaftliches Engagement bekommen Sie weitere Infos rund um die Ehrenamtskarte.

Bild 15 Ehrenamtskarten


Pressemitteilungen

Eva Gottstein zum Anti-Drogen-Tag am 26. Juni

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