Ehrenamt der Woche

Hier stellen wir Euch Woche für Woche interessante Formen des Ehrenamts aus allen Regierungsbezirken Bayerns vor! Kennt auch Ihr jemanden, der für diese Rubrik passend wäre? Dann schreibt uns an: ehrenamtsbeauftragte@stmas.bayern.de!


 

05. März 2021: Das Kind in sicheren Händen durch Ehrenamt

Ehrenamt der Woche Erika Lotter Zuhause gesund werden

Das Kind ist krank, der Chef drängt zur Abgabe. Diesem Spagat sind berufstätige Eltern oft ausgesetzt. Besonders Familien, die keine Verwandten in der Nähe haben, stehen dann vor einem Problem. In München hilft dabei die Initiative „Zu Hause Gesund Werden“, die Ehrenamtliche kurzfristig zu Familien vermittelt, in denen das Kind krank geworden ist und Fürsorge braucht. In Corona-Zeiten betreuen diese Ehrenamtlichen auch gesunde Kindern. Erika Lotter ist eine dieser Ehrenamtlichen – sie engagiert sich dort seit sechs Jahren. Deshalb ist Erika Lotter mit ihrer Arbeit bei „Zu Hause Gesund Werden“ das „Ehrenamt der Woche“.

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26. Februar 2021 – Monika Vieth: Gewalt- und Kriminalitätsopfern zur Seite stehen

Monika Vieth Ehrenamt der Woche Weisser Ring Forchheim

Menschen, die Opfer von Missbrauch, Gewalt, Stalking oder Einbrüchen wurden, brauchen Beistand. Diesen Beistand leisten die Ehrenamtlichen des Vereins „Weisser Ring“. Der „Weisse Ring“ wurde 1976 in Mainz gegründet und ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität und Gewalt. Der Verein unterhält ein Netz von rund 2.900 ehrenamtlichen Opferhelferinnen und –helfern in bundesweit knapp 400 Außenstellen und eine dieser ehrenamtlichen Opferhelferinnen ist Monika Vieth. Seit 1995 engagiert sie sich beim Weissen Ring und ist Leiterin der Außenstelle Forchheim. Monika Vieth ist heute das „Ehrenamt der Woche“. 

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19. Februar 2021 - Der ehrenamtliche Amselflüsterer: Rudolf Wittmann aus Ingolstadt

Rudolf Wittmann sitzt mit einem Fernglas auf einem Baumstumpf im Wald

Man nennt ihn den Amselflüsterer. Rudolf Wittmann aus Ingolstadt macht sich bei der Wahl zum Vogel des Jahres, die noch bis zum 19. März läuft, für die Amsel stark. Aber nicht nur das: Seit 1974 ist Rudolf Wittmann beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) ehrenamtlich aktiv, seit 2007 ist er Vorsitzender der Kreisgruppe Ingolstadt. Er ist einer von rund 4.000 Menschen, die sich ehrenamtlich im LBV engagieren. Deshalb wird er hier im „Ehrenamt der Woche“ näher vorgestellt.

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12. Februar 2021: Genesen, aber nicht gesund: Karl Baumann, Gründer der ersten Post-Covid-Selbsthilfegruppe

2021-02-12 Vorschaubild Post Covid 3

Über zwei Millionen: So hoch ist die Zahl derer in Deutschland, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt hatten und mittlerweile als genesen gelten. Aber genesen bedeutet oft nicht zwingend gesund, denn viele leiden immer noch an Post-Covid Symptomen und fühlen sich damit alleine gelassen. Inzwischen gibt es in Bayern mehr als fünf Post-Covid-Selbsthilfegruppen, deren Mitglieder sich per Videokonferenz austauschen und einander Halt geben. Die erste Gruppe hat Karl Baumann aus Wenzenbach bei Regensburg gegründet. Deshalb wird er im „Ehrenamt der Woche“ vorgestellt.

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05. Februar 2021: Hilfe für Obdachlose durch das Ehrenamt

drei Menschen VW Bus ein Mensch schenkt einem anderen einen Schlafsack

40.000 Menschen leben in Deutschland auf der Straße. Auch in Bayern gibt es zahlreiche Frauen und Männer, die – oft in den Großstädten – ohne Obdach auskommen müssen. Gerade jetzt, in den eisigen Wintermonaten, ist die Lage für die Betroffenen besonders schlimm. Ein wenig Linderung bringen verschiedene Kältebus-Initiativen, bei welchen sich größtenteils Ehrenamtliche engagieren.
Deshalb werden in dieser Woche exemplarisch für alle, die sich in Bayern bei Kältebus-Initiativen engagieren, einige dieser Initiativen im „Ehrenamt der Woche“ vorgestellt. Das sind: Der Verein Kältebus München, der Kältebus des SKM Augsburg (Katholischer Verband für soziale Dienste), das Projekt Peter sowie der Wärmebus des evangelischen Hilfswerks München.

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29. Januar 2021: Schnelles Schreiben durch Ehrenamt

Fläche mit Stenografischen Zeichen, Schriftzug Ehrenamt der Woche Bayerischer Stenografenverband

480 pro Minute: So viele Silben schafft ein Stenograf in der höchsten Stufe. Zum Vergleich: Mit normaler Schreibschrift sind es gerade 30 bis 40 Silben. Vor vielen Jahren wurde die Lehre des Stenografierens an bayerischen Schulen abgeschafft. Die Ehrenamtlichen des Bayerischen Stenografenverbandes lassen diese Kunst durch ihr Engagement aber nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb ist der Bayerische Stenografenverband „Ehrenamt der Woche“. Die ehrenamtliche Vorsitzende des Bayerischen Stenografenverbandes, Gerlinde Lanzinger, erläutert in einem extra produzierten Film die Arbeit des Verbands.

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Zum Film "Der Bayerische Stenografenverband"


 

22. Januar 2021 – Projekt „Meet a Jew“ – Engagement in Bayern

2021 01 22 Vorschaubild Meet A Jew

„Isst du koscher?“, „Auf welcher Sprache betet ihr?“ oder „Was ist dein liebster Feiertag?“ – Fragen in die unterschiedlichste Richtung bekommt Anna Fuhrmann gestellt, wenn sie im Auftrag ihres Ehrenamts unterwegs ist. Die 23-jährige Studentin aus München engagiert sich beim Projekt „Meet a Jew“ des Zentralrats der Juden. Das aktuelle jüdische Leben durch in Deutschland lebende jüdische Menschen kennen lernen – das ist das Ziel von „Meet a Jew“. Bundesweit circa 300 ehrenamtliche jüdische Menschen gehen dabei an Schulen, Universitäten oder Vereine und erzählen in lockeren Runden und in persönlichen Gesprächen über jüdisches Leben und dessen Alltag. In Bayern sind es 30 Freiwillige, die sich bei „Meet a Jew“ engagieren. In dieser Woche wird das Engagement dieses Projekts im „Ehrenamt der Woche“ näher vorgestellt.

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15. Januar 2021 - Verein HERMINE (Hilfe zur Erstversorgung für Menschen in Not in Europa)

Verein HERMINE

HERMINE hilft durch Ehrenamt. HERMINE ist ein Akronym für Hilfe zur Erstversorgung für Menschen in Not in Europa und der Name eines Würzburger Vereins, der die Missstände und Versorgungsengpässe in den europäischen Geflüchteten-Camps erkennt, darauf aufmerksam macht und zeitnah entgegenwirkt. In dieser Woche wird HERMINE im "Ehrenamt der Woche" näher vorgestellt:

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22. Dezember 2020 - Verein Bamberger Krippenfreunde

Krippe mit Ehrenamtslogo

Das Christkind, Maria, Josef und Ochs und Esel in einem Stall. Daneben die Heiligen Drei Könige. Alpenländisch oder orientalisch. So schauen viele Krippen unter dem Christbaum in Bayern aus. Dass diese Tradition nicht ausstirbt, darum kümmern sich Ehrenamtliche wie die Mitglieder des Vereins „Bamberger Krippenfreunde“. Deshalb stellt die Rubrik "Ehrenamt der Woche" kurz vor Weihnachten die Bamberger Krippenfreunde näher vor.

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18. Dezember 2020 - Lawinenhundestaffel Hochland

Hund im Schnee

Ronja, Chili, Floki und viele weitere Vierbeiner sind zur Stelle, wenn ein Retter in Bergnot gebraucht wird. Denn sie sind die Lawinenhunde der Lawinenhundestaffel Hochland der Bergwacht Bayern. Die Hunde und ihre Führer unter Leitung von Staffelleiter Günter Fleischer sind 365 Tage im Jahr in Rufbereitschaft, um von Lawinen verschüttete Menschen oder vermisste Bergsteiger zu retten. Deshalb wird zum Jahresende die Lawinenhundestaffel Hochland zum „Ehrenamt der Woche“ gekürt.

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08. Dezember 2020 - Round Table 13 München

2020-12-08 Roundtable Vorschau2

Sie sind das Christkind für viele Kinder in Osteuropa. Deshalb wird in dieser Woche der „Round Table 13“ aus München zum „Ehrenamt der Woche“ gekürt. Neben zahlreichen Projekten das ganze Jahr über haben die jungen Männer bis 40 Jahre die diesjährige Federführung des Weihnachtspäckchenkonvoi in der Region München übernommen.  Deutschlandweit werden in diesem Jahr trotz der schwierigen Bedingungen über 140.000 Weihnachtspäckchen nach Rumänien, Bulgarien oder Moldawien geschickt. Der Konvoi ist seit Nikolaus auf dem Weg und der „Round Table 13“ hat mit der Organisation über 3800 Päckchen in der Region München gesammelt.

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25. November 2020 – Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen: Terre des Femmes – Engagement der Städtegruppe Regensburg

Terre des Femmes

Vergewaltigung, Schläge, psychische Gewalt, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat – Gewalt an Frauen hat viele Formen und die Liste dieser Formen ist lang. „Terre des Femmes. Menschenrechte für die Frau“ mit in Sitz in Berlin wurde wegen dieser Missstände 1981 gegründet, mit dem Ziel, die Gesellschaft aufzuklären und die Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen anzuprangern. Ausgehend davon engagieren sich viele ehrenamtliche Frauen in Hochschul- und Städtegruppen, eine davon ist die Städtegruppe Regensburg mit ihrer Koordinatorin Regina Hellwig-Schmid. Anlässlich des Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November stellen wir das Engagement von die „Terre des Femmes – Städtegruppe Regensburg“ mit Regina Hellwig-Schmid näher vor.

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20. November 2020 – Lesespaß mit Wau-Effekt

Ein Kind liest einem Hund vor

Benny hört geduldig zu. Benny lacht nicht aus. Benny kritisiert nicht. Denn Benny ist ein Lesehund der Johanniter. Zusammen mit seinem Frauchen Pia Schlaug besucht er einmal pro Woche eine Grundschule im Landkreis Bamberg und lässt sich von einem Schüler mit Leseschwäche spannende Geschichten vorlesen, damit der Junge seine Lesefähigkeit verbessern kann. Deshalb werden anlässlich des bundesweiten Vorlesetags am 20. November Pia Schlaug und Benny sowie das Lesehund-Projekt der Johanniter zum „Ehrenamt der Woche“ gekürt.

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13. November 2020 – Selbsthilfegruppe, für Frauen, die  traumatische Geburten erlebt haben

Pinke Rose

„Es ist nicht egal, wie wir gebären. Es ist nicht egal, wie wir geboren werden.“ Das ist der Leitsatz der Selbsthilfegruppe „Rosenmütter – Nordost-Oberfranken“ unter Leitung von Anna Mai. Die Teilnehmerinnen haben alle Geburtstrauma erlitten und unterstützen sich in der in Bayern einzigartigen Selbsthilfegruppe gegenseitig. Geburtstrauma und dessen Folgen sind in der Gesellschaft ein weitgehend unbekanntes Thema. Deshalb sind die „Rosenmütter“ dieses Mal „Ehrenamt der Woche“, um ihre Thematik näher vorzustellen.

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06. November 2020 – Corona-Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck. Ein Team für alle Fälle

Coronanachbarschaftshilfe Vorschaubild

Aus einer schnellen Einsatztruppe bei Corona-Problemen wurde ein nicht mehr wegzudenkendes, vielseitiges und gut organisiertes Hilfsangebot in Fürstenfeldbruck. Nun ist die Corona-Nachbarschaftshilfe FFB mit ihrer Gründerin Monika Graf für den Deutschen Nachbarschaftspreis 2020 nominiert, dessen Preisträger am kommenden Dienstag bekannt gegeben werden. Grund genug, die Corona-Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck zum Ehrenamt der Woche zu küren und näher vorzustellen.  

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30. Oktober 2020 – Freiwilliges Engagement in Mehrgenerationenhäuser

2020-10-30 Vorschaubild Mgh

Barbara Söllner aus Freilassing tut es, Jutta Raabe aus Fürth tut es, Maren Grom aus Bad Kissingen tut es: Sie und viele andere engagieren sich freiwillig in einem Mehrgenerationenhaus (MGH). Die ehrenamtlichen Helfer leiten dort Koch-, Sprach- oder Computerkurse, betreuen Kinder, geben Hausaufgabenhilfe oder leisten Senioren Gesellschaft. 90 von rund 540 bundesweiten Mehrgenerationenhäuser stehen in Bayern. Sie sind Begegnungsorte für Menschen jeden Alters und Herkunft und schaffen ein nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Das freiwillige Engagement ist dabei prägender Bestandteil der Mehrgenerationenhäuser. Das Programm „Mehrgenerationenhaus“ wurde 2006 von der Bundesregierung ins Leben gerufen mit der anfänglichen Idee, die Prinzipien der früheren Großfamilie in die moderne Gesellschaft zu übertragen. Wir stellen einige Beispiele im Ehrenamt der Woche vor:

München "Unter den Arkaden"

Freilassing "KONTAKT"

Seit zwölf Jahren ist das Mehrgenerationenhaus KONTAKT in Freilassing ein Treffpunkt für alle Generationen und bietet einen Bürgertreff, Seniorenbüro, Familienpaten, Spielegruppen, Hausaufgabenbetreuung, PC-Sprechstunden oder Sprachcafes. Träger des Hauses sind die Stadt Freilassing, Caritas und weitere.  Eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ist Barbara Söllner. Die 54-jährige Erzieherin arbeitet in Teilzeit, um mehr Zeit für ihr ehrenamtliches Engagement zu haben. „Ich möchte meine Ehrenämter nicht aufgeben und weiterhin Freundschaften pflegen,“ sagt sie. Im Mehrgenerationenhaus kocht sie beim Projekt „Freilassing isst vegan“ und lässt Kleider tauschen bei „Kunst und Klamotte“.

„Kunst und Klamotte“ ist ein Tauschkreis ohne Geld – jeder kann tragbare und intakte Kleidung hinbringen und wieder mitnehmen.

2020-10-30 Mgh Barbara Soellner

 

„Kunst und Klamotte“ findet zwei Mal im Jahr statt und Barbara Söllner organisiert ihn zusammen mit Karin Niedermeyer. „Da sieht man sehr viele glückliche Gesichter“. Das Angebot richtet sich an alle Menschen. Man müsse keinen Bedürftigkeitsausweis haben. So falle die Hemmschwelle. „Bei Kunst und Klamotte“ stellen zudem heimische Künstler aus oder machen Musik.

Das Projekt „Veganes Kochen“ entstand, weil Barbara Söllner einen großen Kräutergarten hat und Kräuterwanderungen veranstaltet. So war es bis zum veganen Kochen mit interkulturellen Einflüssen nicht mehr weit – obwohl sie, wie sie sagt, „nur“ Vegetarierin sei.

Zu ihrem Engagement im Mehrgenerationenhaus kam Barbara Söllner durch ihren so genannten „Hortus-Garten“, denn eine Gruppe des MGH organisierte vor einigen Jahren einen Ausflug zu diesem Garten.  

Wichtig für Barbara Söllner ist bei ihrem Engagement die Gemeinschaft und das miteinander tätig sein. „Man hat Gemeinsames geschafft und das ist eine Art Befriedigung. Man fühlt sich gut, wenn man einen Beitrag leistet“.

Fürth

Im Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Fürth kommen an einem normalen Tag (außerhalb von Corona) bis zu 200 Kinder, Mütter, Väter, Seniorinnen und Senioren zusammen. Das Haus ist Träger eines Kindergartens, einer Krippe und einer Hausaufgabengruppe. Darüber hinaus gibt es Spielegruppen, interkulturelle Beratung oder generationsübergreifende Frühstücksangebote und Mittagstische. Fitte Senioren und junge engagierte Menschen schulen ältere Menschen im Umgang mit dem PC und Handy in der offenen Computersprechstunde. Für das Jugendamt der Stadt Fürth führt das MGH den begleiteten Umgang für getrennt lebende Familien durch. Festangestellt sind im MHG Mütterzentrum Fürth 28 Menschen. 50 Menschen engagieren sich ehrenamtlich.

Eine von ihnen ist die 65-jährige Jutta Raabe. Sie ist aktiv in „Omas guter Stube“, wo sie Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren nach kurzfristiger Anmeldung stundenweise betreut. Darüber hinaus hat Jutta Raabe nach einer Schulung eine Familienpatenschaft übernommen. „Mein Anspruch ist, etwas für andere und mich zu tun“, sagt sie über ihre Motivation, sich zu engagieren. „Nach meiner Erfahrung mit der eigenen Familie ist mir bewusst, dass Unterstützung, wo immer nötig, hilfreich sein kann.“

Jutta Raabe

Die Atmosphäre im Mütterzentrum empfindet Jutta Raabe als unbürokratisch und herzlich. „Bei Fragen oder Problemen stehen die Mitarbeiter den ehrenamtlichen Personen immer hilfreich zur Seite.“ Raabe ist dankbar über die vielfältigen positiven Erfahrungen: Das freudige Erwarten der Kinder, die dankbaren Eltern oder: „Das Teilen des letzten Kuchenstücks mit der Familienpatin“, sagt die ehemalige kaufmännische Angestellte, die sich in der Rente zum ersten Mal für ein Ehrenamt entschieden hat. Sie schätzt die besondere Herausforderung einer individuellen Herangehensweise und die stets neuen Aufgabenstellungen, die keine Routine aufkommen lassen.

Aufmerksam werden potentielle Ehrenamtliche durch die Freiwilligenagentur Fürth, durch Feste oder weil sie durch Tageszeitung und soziale Medien auf die Einrichtung gestoßen sind. Nicht zuletzt engagieren sich Freiwillige dadurch, dass „sie selbst einmal ein Angebot genutzt haben und sich im Haus wohl fühlen“, schreibt das Mütterzentrum auf Anfrage. 

Wunsiedel

Das MGH Wunsiedel ist ein kleines Mehrgenerationenhaus, trotzdem kommen zu normalen Zeiten etwa 100 Menschen pro Woche dort zusammen. Das Angebot ist vielschichtig: Von Demenzbetreuungen über Arabisch-Kurs bis hin zu einem „Freiwilligen Sozialen Schuljahr Plus“, bei dem das Ehrenamt von Schülern gefördert wird – fast 30 Angebote sind im Portfolio des MGH Wunsiedel. Die drei festangestellten Teilzeitkräfte bekommen Unterstützung von etwa 90 ehrenamtlichen Helfern – dazu kommen rund 25 Schülerinnen und Schüler des „Freiwilligen Sozialen Schuljahres Plus“.  

Drei der ehrenamtlichen Mitarbeiter sind Heinz Lang (62 Jahre), Irene Kallina (77) und Marianne Schmidt (68). Heinz Lang fährt mehrmals die Woche den Bürgerbus – eine Einrichtung der Stadt und des MGH, die vor allem die Mobilität von Senioren steigert. Zusätzlich kauft er mehrmals die Woche für ältere Menschen ein. Irene Kallina und Marianne Schmidt sind verantwortlich für den Senioren-Mittagstisch. Dazu kommt der Einkaufsservice, den das MGH wegen Corona für die älteren Einwohner gegründet hat. Drei Ehrenamtlichen haben einige Fragen zu ihrem Mehrgenerationenhaus beantwortet:

2020-10-30 Mgh Wunsiedel Gruppenfoto

Was hat sie motiviert, sich ehrenamtlich im MGH Wunsiedel zu engagieren?

Heinz Lang: Ich helfe gerne, das hat mir schon immer Spaß gemacht. Privat kümmerte ich mich viele Jahre um ältere Familienangehörige. Seit ich im Ruhestand bin, habe ich viel Zeit und deshalb helfe ich im Mehrgenerationenhaus.

Irene Kallina: Ich bin ehrenamtlich tätig, weil ich im Ruhestand nach sinnvollen Tätigkeiten gesucht habe. Ich war vor meinem Engagement im MGH 15 Jahre lang ehrenamtlich beim BRK aktiv.

Marianne Schmidt: Ich war immer Hausfrau und habe mich schon immer gerne für Andere engagiert. Zuerst war ich im Hausfrauenbund aktiv. Darüber habe ich Kontakt zum Mehrgenerationenhaus bekommen und da im MGH tolle Sachen passieren, engagiere ich mich jetzt hier auch.

Ernährungsberatung
Ernährungsberatung im MGH Wunsiedel

Was schätzen Sie am MGH besonders?

Irene Kallina und Marianne Schmidt:  Hier gibt es ein faires und nettes Miteinander. Fehler sind nie ein Problem und wir Ehrenamtlichen werden sehr ernst genommen. Man wird vom Team immer angesprochen und „mitgenommen“. 

Was sind die besonderen Herausforderungen bei Ihrem Engagement?

Irene Kallina und Marianne Schmidt: Wir machen uns immer viele Gedanken, wie wir den Mittagstisch für die Senioren dekorieren können und dazu nehmen wir uns viel Zeit. Als Einkaufshelferinnen müssen wir oft kleine Hobbypsychologen sein, denn die älteren Leute genießen es, wenn jemand kommt, der ihnen zuhört und sich für sie Zeit nimmt. Da wird schnell aus einem Einkauf ein ganzer Nachmittag. Andere Kolleginnen, die einkaufen, hatten schon Fälle, bei denen festgestellt wurde, dass allein lebende Senioren mehr Unterstützung benötigen als Einkaufshilfen - hier greift das MGH gleich mit guten Lösungen ein. Besondere Herausforderungen sind beim Einkaufen, dass die Leute oft spezielle Wünsche haben, die nicht so einfach einzukaufen sind. Das erfordert Zeit und Kreativität.

Marianne Schmidt: Ich erledige die Einkäufe mit dem Fahrrad, da komme ich schon manchmal an meine Grenzen. Wenn das MGH aber feststellt, dass ich einen Einkauf mit dem Rad nicht schaffen kann, dann suchen sie nach Alternativen.

Heinz Lang: Sowohl beim Einkaufen als auch beim Busfahren ist man immer Ansprechpartner für die Belange und Themen der Leute. Das ist nicht immer einfach, denn viele einsame Senioren erzählen aus ihrem Alltag. Das tut manchmal weh, aber man kann das aushalten, weil man ja auch helfen kann. Ganz besonders schwer ist es seit Corona. Unser Bürgerbus wurde zum Schutz der Fahrer etwas umgebaut, Nun fehlt aber leider die direkte Kommunikation während der Fahrt. Dafür nehmen wir uns dann halt extra Zeit.

Wie lässt sich ihr Engagement mit Ihrem Privatleben vereinbaren?

Heinz Lang: Meine Kinder sind erwachsen und meine Frau noch berufstätig. Ich habe viel Zeit und kann Gutes tun. Wenn ich keine Zeit habe, weil meine Familie mich braucht, dann kann ich das ganz einfach mit dem MGH-Team besprechen. Ich bin froh über dieses interessante Ehrenamt, das meinem Leben eine sinnvolle Beschäftigung gibt. Nur als Hausmann wäre ich weniger glücklich.

Irene Kallina: Ganz so viel Zeit habe ich zwar nicht, denn ich kümmere mich auch um meinen großen Garten, um meine Enkel und die Kapelle. Aber die Zeit, die ich im MGH einbringe, bringe ich gerne ein, denn es macht großen Spaß hier dabei zu sein. Deshalb plane ich gerne Zeit für dieses Ehrenamt. Ich bin alleinstehend und genieße es sehr, dadurch außerhalb der Kinder und Enkel Kontakte knüpfen zu können.

Marianne Schmidt: Ich bin nicht alleinstehend, genieße die Zeit im MGH aber ebenfalls sehr. Es tut gut, etwas zu tun, für das man eine so hohe Anerkennung erfährt.

Gruppe näht
Nähtreff im MGH Wunsiedel

Bad Kissingen

Die 32-jährige Maren Grom ist eine von 46 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus in Bad Kissingen. Die freiberufliche Texterin gibt Computer- und Handysprechstunden für Seniorinnen und Senioren, die sie bei allen Fragen rund um das Thema Computer, Smartphone und Co berät. Das ist ein Angebot von über 30 Kursen, Gruppen und Patenschaften im Mehrgenerationenhaus Bad Kissingen, das 2019 von fast 14.000 Menschen an 242 Öffnungstagen besucht wurde. Maren Grom ist zudem Mitglied im Vorstand des Hauses. Wir haben sie befragt:

Maren Grom und eine Computerschülerin
Maren Grom (rechts) mit einer Computer-Schülerin

Was hat sie motiviert, sich ehrenamtlich im MGH Bad Kissingen zu engagieren?

Da ich selbstständig bin und vorwiegend von Zuhause aus arbeite, habe ich etwas gesucht, bei dem ich regelmäßig mit anderen Menschen in Kontakt komme. Durch Zeitungsberichte bin ich auf das MGH Bad Kissingen aufmerksam geworden und habe mich dort einfach mal gemeldet. So entstand ziemlich schnell eine gute Zusammenarbeit.

Was schätzen Sie besonders am Ehrenamt im MGH Bad Kissingen?

Ich finde das Aufeinandertreffen der verschiedenen Generationen sehr bereichernd. Darüber hinaus gefällt mir das vielfältige Veranstaltungsangebot für unterschiedlichste Zielgruppen. Das Ehrenamt ist hier mehr als nur ein Hobby - man trägt etwas zu unserer funktionierenden Gesellschaft bei.

Können Sie uns einen besonderen schönen Moment ihrer ehrenamtlichen Ausübung beschreiben?

Tatsächlich gibt es einige schöne Momente, beispielsweise wenn ich einige Tage / Wochen nach der Stunde über Erfolgserlebnisse berichtet bekomme. Oder auch einfach, wenn sich Teilnehmer für das Angebot bedanken und ich positives Feedback für meine Unterrichtsart erhalte. Für mich besonders schön ist, dass ich zu einer Teilnehmerin einen besonders engen Draht gefunden habe. Wir sind seit einigen Jahren nun auch über die Sprechstunden hinaus in Kontakt und schreiben regelmäßig WhatsApp. Das Erlernte wird also gleich angewendet.

Was sind die besonderen Herausforderungen bei Ihrem Engagement?

Individuell zu reagieren und auf die Menschen einzugehen. Jeder hat einen anderen Wissensstand, andere Prioritäten und andere Voraussetzungen. Dazu wollen viele Senioren nicht nur Hilfe bei Computer und Smartphone, sie sind auch dankbar, mit jemanden anderen reden zu können. Ebenso ist Geduld gefragt, ab einem gewissem Alter fällt das Erlernen neuer Dinge einfach schwerer und man muss viele Punkte mehr als einmal erklären.

Wie lässt sich ihr Engagement mit Ihrem Privatleben vereinbaren?

Sehr gut! Mein Mann unterstützt mich bei meinem Engagement und hilft auch gerne mal bei Ideensammlungen oder wenn ich ein besonders hartnäckiges Computer-/Smartphone-Problem lösen muss. Dazu werden die Zeiten mit dem MGH Bad Kissingen so abgestimmt, dass sie jederzeit zu meinem Beruf, meinem Privatleben und meinem Lebensstil passen.

Neumarkt

Seit April 2007 gibt es ein Mehrgenerationenhaus in Neumarkt in der Oberpfalz. Durchschnittlich kamen 2019 täglich 167 in das Mehrgenerationenhaus und nutzten die Angebote – das sind 46 Angebote über die MGH-Förderung und 43 Angebote ohne Förderung, die sich in die Bereiche Kultur, Beratung, Kinder, Senioren, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit gliedern. Sechs hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie fast 400 Ehrenamtliche (alle gezählt) haben sich im Haus schon engagiert. Sie leiten Angebote wie Gedächtnistraining, Café der Welt, Schafkopf, Patchwork, Legonachmittag, Repaircafé oder Kleidertauschbörse.

Auch Projektunterstützung findet statt wie zum Beispiel "Kinder entdecken ihre Stadt" oder digitales Schulungsangebot für ältere Menschen im Umgang mit digitalen Medien.

"Die Ehrenamtstätigkeit stellt einen wichtigen Pfeiler in der Arbeit des Mehrgenerationenhauses dar", schreibt das Mehrgenerationenhaus. 

Zudem leistet das Mehrgenerationenhaus Neumarkt eine netzwerkübergreifende Angebotsvielfalt wie zum Beispiel mit den Vereinen Genial e.V. (Vermittlung und Ausführung von haushaltsnahen Dienstleistungen), Storchennest e.V. (flexible Kinderbetreuung), FAN e.V. (Vermittlung und Durchführung von Ehrenamtsarbeit), Bürgerstiftung Region Neumarkt (Unterstützung von Bedürftigen), Seniorenbeirat (Durchführung und Mitwirken bei Angeboten), Behindertenbeirat (Durchführung und Mitwirken), Bündnis für Familie, Projektorganisation Integration, Fachstelle nachhaltiges Bauen, Klimaschutzmanagment, Amt für Nachhaltigkeitsförderung und die Koordinierungsstelle Fair Trade.

Gruppe mit vielen Menschen im MGH Neumarkt

Hof

Füreinander – Miteinander ist das Motto des MGH Hof, das zwei Standorte in der Stadt betreibt: Ein offener Treffpunkt und Anlaufstelle für Menschen aller Altersstufen und Kulturen. Über 20 Angebote finden sich im Portfolio des Hauses. Sie gliedern sich in die Bereiche Kultur, Gesundheit, Beratung, Betreuung, Integration sowie generationsverbindende Angebote. Auch hier engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche.

2020-10-30 Mgh Hof3

"Das ehrenamtliche Engagement hat sich bei uns im Laufe des Jahres sehr zum Positiven entwickelt. Wir haben wirklich für jeden Ehrenamtlichen Tätigkeiten. Demnach wird jeder ehrenamtlicher nach seinen Fähigkeiten eingesetzt - so zu sagen den richtigen Menschen am richtigen Ort", schreibt die Verantwortliche für das MHG Hof Natalja Schaller.

2020-10-30-mgh Hof1

Wie alle Mehrgenerationenhäuser hat das MGH Hof unter der Corono-Zeit gelitten. Schaller sieht es so: "Uns ist nicht viel anderes übrig geblieben, als uns sich dieser Situation anzupassen. Aber: Alles Schlechte hat auch etwas Gutes. Es ist nicht weniger geworden - im Gegenteil." Die große Problematik sei die Umstellung auf Online - Angebote. "Nicht alle Zielgruppen kann man über das Online-Angebot erreichen, " bedauert sie.

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Haus aus einem gelben, roten und blauen Puzzleteil. Schriftzug: Mehrgenerationenhaus. Wir leben Zukunft vor



 

Ehrenämter der Woche - 2020

Ehrenämter der Woche - 2019

Ehrenämter der Woche - 2018

Menschen des Monats – bis Februar 2019

Aktuelle Termine

08.03.2021: 4. Jurysitzung Ehrenamtspreis

 

12.03.2021: 5. Jurysitzung Ehrenamtspreis

 

12.03.2021: Pakt für Ehrenamt

 

Pressemitteilungen

Kabinett stimmt für Verdopplung der Vereinspauschale

 

zur Pressemitteilung

 

Ehrenamt der Woche: Erika Lotter – Ehrenamtliche bei „Zu Hause Gesund Werden.“

 

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zum Ehrenamt der Woche

 

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Aktuelle Meldungen

Vereinspauschale wird auch 2021 verdoppelt

 

Plenarrede zum Gesetzentwurf der Staatsregierung zum Ehrenzeichen

 

Bayerns Sport schlägt Alarm

 

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Dauerbrenner

Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht | Änderungen im Vereinsrecht

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Spontan- & Nachbarschaftshilfen zu Corona-Zeiten

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Vereine & die "Bon-Pflicht"

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Ehrenfakt

Corona-bedingte Mehrausgaben verschärfen die finanzielle Situation vieler Vereine. 

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