Ehrenamt der Woche

12. Februar 2019: Ehrenamt schafft Gemeinschaft – Förderverein Soziale Dienste Unterföhring e.V.

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Bild: privat/Edith Michel

In Zeiten des Schwindens sozialer Kontakte und des demografischen Wandels kann ehrenamtliches Engagement ein soziales Netz und somit eine Gemeinschaft schaffen. Vor allem ältere Menschen sind nicht selten aufgrund des Wegzugs ihrer Kinder im Alter oftmals mit Einsamkeit konfrontiert, so fehlt es an sozialen Kontakten, die einen am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen. Kommen auch noch Krankheiten dazu, fühlen sich viele ältere Menschen schlichtweg isoliert und überfordert. Der Förderverein Soziale Dienste Unterföhring e.V. (FSD) schafft hier seit knapp 16 Jahren Abhilfe – ehrenamtlich, versteht sich. Wir haben uns darüber mit Gründerin Edith Michal unterhalten:

Liebe Frau Michal, stellen Sie sich zu Beginn doch bitte kurz vor:

Ich heiße Edith Michal, bin 70 Jahre alt, verheiratet, 1. Vorsitzende des Förderverein Soziale Dienste Unterföhring e.V. (FSD), 12 Jahre Mitglied für die Freien Wähler im Gemeinderat – im Juni 2018 Niederlegung des Mandats aus gesundheitlichen Gründen

Wie lange sind Sie im FSD dabei?

Den Verein habe ich mit 25 Mitgliedern am 01.10.2003 gegründet. Grund: Viele ältere Bürgerinnen und Bürger von Unterföhring haben sich im Vorfeld an mich gewandt mit der Bitte, ein eigenes Pflegeheim in Unterföhring zu bauen. Aus der Idee, das Vorhaben durch eine Bürgerinitiative zu unterstützen, entstand nach vielen Gesprächen mit Ämtern und Behörden ein Förderverein.

Anfang des Jahres 2003 wurde aus einem Wunsch Wirklichkeit. Wir hatten es geschafft - 2010 wurde das Seniorenzentrum Unterföhring fertiggestellt.

Was macht der FSD?

In den Jahren seit der Gründung hat der heute langjährige Vorstand auf Wunsch unserer Mitglieder 28 Arbeitskreise gegründet, die von ca. 120 Ehrenamtlichen in vielfältiger Weise mit Leben und Aktivitäten gefüllt werden.

Beispiele: Unser „Arbeitskreis Betreuung“, der sich aufteilt in Besuchsdienst im Pflegeheim und Betreuung zuhause ist unser wichtigster und sehr häufig in Anspruch genommener Arbeitskreis.

Außerdem organisieren wir wöchentliche gemeinsame Mittagessen, Reisen  (auch für ältere Bürgerinnen und Bürger, die alleine nicht mehr reisen können), Geburtstagsfeiern und Weihnachtsfeier, Spiele-Treffs, Wassergymnastik, Yoga, Italienisch, Handy-Kurse, Fachveranstaltungen, Kultur, Kummerkasten, Trauerbegleitung und vieles mehr, was von vielen Mitgliedern gerne in Anspruch genommen wird.

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

Vorbereitungen zur Gründung des Vereins nahmen Monate in Anspruch. Nach Gründung des FSD kamen Mitglieder in Scharen zu uns. Über 1.000 Mitglieder haben unser Anliegen bis heute unterstützt. Viele davon sind inzwischen leider verstorben. Heute ist der Verein mit 650 Mitgliedern immer noch sehr aktiv, beschäftigt sich auch übergreifend mit Themen wie dem „Wohnen im Alter“.

Was ist das Besondere an Ihrem Ehrenamt?

Das Besondere an meinem Ehrenamt ist die Unterstützung älterer Menschen, die aufgrund von Krankheit und fehlender Unterstützung durch Angehörige seitens des FSD Hilfe erfahren dürfen. Das wäre ohne die Begleitung durch viele Vertrauenspersonen allerdings in diesem Umfang nicht möglich. Dafür bin ich sehr dankbar.

Durch die jahrelangen Angebote unserer Aktivitäten haben wir sehr großes Vertrauen unserer Mitglieder gewonnen. Das ist ein unschätzbares Danke für unsere Unterstützung.

Was sollten die Menschen in Bayern zu Ihrem Verein noch wissen?

Die Hilfe, die der Verein leistet, ist sozusagen das Herzblut des Vereins. Das Besondere an unserem Verein ist das Engagement und die Leidenschaft der Ehrenamtlichen, die sich stetig im Dienst am Menschen einbringen. In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels und gleichzeitiger Überalterung der Bevölkerung ist es nicht immer einfach, neue Unterstützer zu gewinnen, die sich kontinuierlich Zeit nehmen wollen, um sich für andere ehrenamtlich einzubringen. Hier sind wir auch in Zukunft für jede helfende Hand dankbar. Die Ehrenamtlichen sind der Herzschlag unseres Vereins.      

28. Januar 2019: Ob Sturm oder Schnee, die Bergwacht ist für Sie da – ehrenamtlich!

Portrait K. Reindl
Bild: Eberhard Gronau

In den vergangenen Wochen haben die Schneemassen große Teile Südbayerns in Atem gehalten. Teilweise waren aufgrund des starken Schneefalls sogar ganze Ortschaften, wie etwa die Gemeinde Jachenau, von der Außenwelt abgeschnitten. Ohne die vielen ehrenamtlichen Kräfte, die auch aus anderen bayerischen Regionen anreisten, um zu helfen, hätte diese Herausforderung nicht so gut bewältigt werden können. Neben Institutionen wie der Feuerwehr oder dem THW war es auch die Bergwacht, die bei der Beseitigung der Schneemassen und dem Befreien eingeschneiter Menschen tatkräftig Hilfe geleistet hat. Exemplarisch für diesen wichtigen Bereich des Ehrenamts wollen wir Ihnen heute den Bergretter Klemens Reindl vorstellen.

Stellen Sie sich bitte kurz vor. Was ist Ihre Funktion?

Mein Name ist Klemens Reindl, ich bin 60 Jahre alt, verheiratet, Vater von vier erwachsenen Kindern und Opa einer 3-jährigen Enkelin. Ich bin Mitglied der Bergwacht Bad Kohlgrub und dort als Bergretter und bestellter Einsatzleiter tätig. Darüber hinaus bin ich seit 18 Jahren Mitglied im Landesausschuss der Bergwacht Bayern und dort für das Ressort Recht und Personal zuständig.

Seit 2013 bin ich zudem Bundesleiter der Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz. Neben der Leitungsfunktion auf Bundes- und Landesebene gilt mein besonderes Augenmerk der Ausbildung von Einsatzleitern, beginnend von den einsatztaktischen Grundlagen bis hin zur Mitarbeit bei Großschadens- und Katastrophenlagen. Ich bin selbst seit mehr als 25 Jahren als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und seit 2006 als Örtlicher Einsatzleiter im Katastrophenschutz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen tätig.

Wie lange sind Sie schon dabei?

Ich bin 1976 als Anwärter zur Bergwacht gegangen und bin seither aktiv tätig. Das sind nunmehr fast 43 Jahre. In dieser Zeit konnte ich sehr viele herausfordernde Erfahrungen machen: z.B. als Einsatzleiter beim Hochwassereinsatz in Deggendorf 2013, bei der Rettung aus der Riesending-Höhle 2014 oder beim G7-Gipfel in Elmau 2015.

Was macht Ihre Institution genau?

Die Bergwacht Bayern ist nach den Regelungen des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes mit der Durchführung der Berg- und Höhlenrettung in Bayern beauftragt. Unsere Aufgabe ist also, verletzte oder erkrankte Menschen aus allen Notlagen im Gebirge, im unwegsamen Gelände oder in Höhlen zu retten. Und das bei jedem Wetter, zu jeder Zeit und in jedem Gelände.

Daneben ist die Bergwacht als Gemeinschaft des Bayernischen Roten Kreuzes auch zur Mithilfe bei Katastrophenfällen verpflichtet. So konnten wir wertvolle Hilfe auch bei den Hochwasserkatastrophen von 1999 im bayerischen Oberland bis 2013 an der Donau bei Deggendorf und Passau leisten. Auch in der aktuellen Schneekatastrophe war die Bergwacht wieder an vielen Stellen im Einsatz.

Wie viele Mitglieder hat Ihre Institution und seit wann gibt es die Einrichtung?

Die Bergwacht Bayern hat rund 3.600 aktive Einsatzkräfte in 115 Bergwacht-Bereitschaften in ganz Bayern, im Höch- und im Mittelgebirge. In meiner Bereitschaft Bad Kohlgrub haben wir 30 aktive Einsatzkräfte.

Was ist das Besondere an Ihrem Ehrenamt?

Das Besondere ist zu allererst die Aufgabe. Sie ist höchst anspruchsvoll und fordert jeden einzelnen Bergretter und jede einzelne Bergretterin ganz. Wir müssen nicht nur medizinische Notfallrettung auf der Höhe der Zeit leisten, wir tun dies regelmäßig auch im schwierigen Gelände und bei herausfordernden Wetterbedingungen. Da ist nicht nur vielseitiges Können im Bergsteigen, bei der Rettungstechnik oder auf dem Gebiet der Notfallmedizin erforderlich, man muss sich auch auf seine Kameradinnen und Kameraden zu hundert Prozent verlassen können. Das ist der zweite Aspekt, der mir sehr wichtig ist: die Bergwacht ist eine Gemeinschaft, in der einer für den anderen einsteht und in der man sich blind auf den anderen verlassen kann. Das gilt nicht nur für Einsätze, das spielt auch weit in den privaten Bereich hinein.

Was sollten die Menschen in Bayern zu Ihrer Institution noch wissen?

Die Bergwacht Bayern ist eine professionelle Rettungsorganisation, auf die sich jede Bergsteigerin und jeder Bergsteiger verlassen kann: wir sind da, wenn man uns braucht. Aber wir sind eine ehrenamtliche Organisation. Das heißt: keiner von uns wird für die Rettungseinsätze oder für die vielen Ausbildungs- und Übungsstunden bezahlt. Wir machen das freiwillig und in unserer Freizeit. Deshalb brauchen wir Verständnis bei den Arbeitgebern, wenn der Piepser auch während der Arbeitszeit geht und wir zum Einsatz müssen. Gottseidank funktioniert das in Bayern noch recht gut. Bayern ist immer noch das Land des Ehrenamts.

21. Januar 2019: Weißer Ring e.V.

Die vielen Ehrenamtlichen des Weißen Ring leisten Enormes: Ob durch persönliche Unterstützung in den Außenstellen, als Berater am Opfer-Telefon oder in der Online­beratung – es gibt viele Möglichkeiten, Opfern Beistand zu geben.

Jörg Löffler hat eine schwere Zeit hinter sich, in der er beinahe gestorben wäre. In dieser Notsituation hat er viel Hilfe von außen bekommen, die er auch gerne wieder zurückgeben möchte. Voller Tatendrang lässt er sich als ehrenamtlicher Opferhelfer in der Außenstelle Kronach des Weißen Ring ausbilden.

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14. Januar 2019: Selbsthilfegruppe Krebs in Weißenburg

Mit über 11 000 unterschiedlichen Selbsthilfegruppen in Bayern, zu über 900 verschiedenen Themen, wirkt dieses Ehrenamt auf seine ganz besondere Weise: durch Erfahrungsaustausch bzw. Verstandenwerden und Unterstützung in einem Kreis Gleichbetroffener. Selbsthilfegruppen helfen, Ängste und Probleme ab­zu­bau­en. Die Gruppen geben wertvolle Ratschläge und das Wissen: „Ich bin in dieser besonderen Lebenssituation nicht allein.“

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Foto: Ruth Satzinger

Ruth Satzinger hat vor Jahren die Selbsthilfegruppe Krebs in Weißen­burg ins Leben gerufen. Auch ihre ehrenamtliche Hilfe als Schwestern­helferin im Krankenhaus kam ihr dabei zugute. Seit 10 Jahren ist sie Selbsthilfegruppen-Delegierte von Mittelfranken der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. und seit 8 Jahren in der Vorstandschaft.

Außerdem hat Ruth Satzinger eine Facebook-Gruppe gegründet, in dem für einen guten Zweck gebastelt, gehäkelt und genäht wird. Unter dem Motto „Basteln und spenden für soziale Einrichtungen“ kommt der Erlös unter anderem krebskranken Kindern zugute.

Frau Satzinger betont: „In meinen vielen Jahren des ehrenamtlichen Engagements kommen so einige Projekte zusammen. Ich kann nur jedem empfehlen, es nach­zu­machen. Wie heißt es so schön in meiner Facebook-Gruppe: „Anderen Menschen, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und sei es auch nur für einen Augenblick, was kann es Schö­ne­res geben? Wir haben das ja gerade vor ein paar Monaten auf der Kinder-Onkologie-Station der Uni-Klinik Erlangen erlebt: Die kleinen Knirpse … mal jemand ohne weißen Kittel und auch die Eltern: Ein winziger Augenblick – abgelenkt von Sorgen und Ängsten.“

 

7. Januar 2019: Nachbarschaftshilfe in der Pfarrgemeinde St. Kilian, Hallstadt

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Foto: Hermine Gunreben

Miteinander & Füreinander – das ist das Motto einer Nachbarschaftshilfe in Hallstadt-Dörfleins. Helmut Gun­reben, Leiter der Initiative, kann sich noch gut an die Ursprünge erinnern: „Unsere Gruppe startete im Januar 2011 als Unterausschuss des Pfarr­gemeinderates der Pfarrei St. Kilian in Hallstadt. Inzwischen sind wir 35 Mitglieder, überwiegend im Renten­alter zwischen 65 und 80 Jahre, und absolut ehrenamtlich tätig, mit pro Jahr etwa 1000 Einsätzen – nicht eingerechnet die regulären Besuche bei Menschen, die einsam sind. Wir helfen gerne. Der Dienst an unseren Nachbarn und Mitmenschen ist für uns praktizierte christliche Nächsten­liebe.“


 

Was ist das Ziel Ihrer Nachbarschaftshilfe?

Helmut Gunreben: „Ziel unserer Hilfeleistungen ist es, dass Senioren möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung leben können. Gerade dort, wo ältere Menschen nur noch eingeschränkt mobil sind und Kräfte nachlassen, sind wir zur Stelle. Andere Hilfeleistungen, auch für Jüngere, kamen hinzu.“

Welche Hilfestellungen geben Sie Seniorinnen und Senioren?

Helmut Gunreben: „Wir bieten eine ganze Palette an Hilfen an. Das reicht vom Trans­port fertiger Mahlzeiten, wenn die Senioren das nicht mehr selbst können, bis hin zu Fahrten zum Arzt, in den Gottesdienst, zum Einkaufen oder zu Ver­an­stal­tungen.

Aber auch Besuche bei gesunden oder kranken Senioren gehören zum Selbst­ver­ständ­nis unserer Nachbarschaftshilfe. Zum Beispiel gehört zu unserer Gruppe eine Schwester der Dillinger Franziskanerinnen, die von den Senioren sehr geschätzt wird. Die Senioren freuen sich jedoch auch über Besuche von anderen Gruppen­mit­glie­dern. Eine blinde Frau aus unserer Gruppe hat einen querschnittsgelähmten Patienten in einer Pflegeeinrichtung bis zu seinem Ableben besucht.“

Können Sie auch „zupacken“?

Helmut Gunreben: „Wir bieten auch handwerkliche Hilfen. So werden wir auch gerufen, weil Senioren neu gekaufte Kleinmöbel nicht zusammenbauen können. Hinzu kommen ‚Kleinigkeiten‛ wie: Glühlampen wechseln,  Schranktüre richten, Verstopfung der Spüle beseitigen, Schraubverschlüsse von Flaschen und Gläsern öffnen, nach einem Zimmerbrand die brauchbaren Möbel in die Notwohnung bringen, Wohnung umräumen – und vieles mehr.“

Und wie schaut es mit der Hilfe für jüngere Menschen aus?

Helmut Gunreben: „Unsere Nachbarschaftshilfe St. Kilian ist in Notfällen immer zur Stelle. Ich erinnere mich noch gut an einen alleinerziehenden Vater, den wir am Mor­gen immer unterstützt haben, um seinen Buben für den Schulbesuch fertig zu machen. Oder an eine alleinerziehende Mutter, die als Verkäuferin an manchen Tagen länger als die Hortöffnungszeiten arbeiten musste. Jemand aus unserer Gruppe hat die Tochter dann vom Hort abgeholt und betreut, bis die Mutter heim­kam.

Eine Frau aus Südafrika kommt mit unseren Lebensgewohnheiten nicht zurecht. Das Landratsamt bittet um Unterstützung. Eine Frau unserer Gruppe betreut und berät die junge Frau in allen Lebensbereichen, vom Ämterbesuch über die Weiter­bildung bis hin zum Kochen und Festefeiern. Ein gehbehinderter Mann fällt hin. Wir werden zu Hilfe gerufen, weil ihn die Frau alleine nicht hoch bekommt. All das sind Notfälle, wo wir gerne – aus christlicher Nächstenliebe heraus – helfen und für andere da sind.“

 

17. Dezember 2018: Jugendarbeit in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG Bayern)

Jugendarbeit ist auch Nachwuchsarbeit. Jonas Kipfstuhl engagiert sich als 1. Vor­sitzender in der DLRG-Jugend. Seit seiner Kindheit gehört er diesem Verein an – als er seinen ersten Schwimmkurs gemacht hat. Er möchte auch andere zum En­ga­ge­ment in der Jugendarbeit anregen und erzählt über sich selbst: „Das Tolle an meiner Aufgabe ist, dass man Jugendarbeit verbinden kann mit der guten Arbeit, die die DLRG generell macht: an vielen Stellen dafür zu kämpfen und dabei zu helfen, dass alle Kinder Schwimmen lernen. Es macht außerdem immer Spaß, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.“

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10. Dezember 2018: Sachspendenaktion zum Advent in Fürth

Martha Dorr engagiert sich seit vielen Jahren mit großem Ideenreichtum in zahl­reichen Projekten, die sie selbst für sozial schwache Menschen in Fürth ins Leben gerufen hat. Zu ihren Projekten zählt zum Beispiel eine bekannte Advents­aktion, die Dorr seit 2007 getreu dem Leit­spruch „Lasst uns das Essen mit Freunden teilen“ als groß angelegte Sach­spenden­aktion organisiert.

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3. Dezember 2018: Jugendarbeit im Schützenverein

Rund 470.000 Sportschützen gibt es in Bayern. Fast 5.000 Vereine bayernweit bie­ten ihren Mitgliedern ein breites Angebot, vom Armbrust- und Bogenschießen bis hin zu Sommerbiathlon oder Wurfscheibenschießen. Die Schützenvereine ver­bin­den Sport und Tradition. Dazu gehört etwa das Oktoberfest-Landesschießen, das seit 1896 auf der Wiesn ausgetragen wird. Die Jugendarbeit spielt bei Ihnen eine wichtige Rolle. Engagierten Jugendleitern, wie Renate Gehm, ist es daher zu verdanken, dass dieser Traditionssport auch weiterhin gepflegt wird.

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5. November 2018: Hilfe für Familien, die von Scheidung oder Trennung betroffen sind

Mein Papa kommt LogoWenn das eigene Kind nach der Tren­nung weit entfernt wohnt, ist es nicht immer einfach, einen engen Kontakt beizubehalten. Viele Kinder in Deutschland leben nach der Schei­dung oder Trennung der Eltern oft hunderte Kilometer von einem Eltern­teil entfernt. Längst nicht jeder Vater oder jede Mutter kann sich die Kosten leisten, die mit der räumlichen Dis­tanz verbunden sind.

Die Initiative Mein Papa kommt des Sozialunternehmens Flechtwerk 2+1 entlastet getrennt lebende Eltern finanziell durch ihr Angebot an kostenfreien Unter­künften bei ehrenamtlichen Gastgebern, kindgerechten Umgangsräumen und einer pädagogischen Elternbegleitung.

Familie Halt
Foto: Victoria Halt

Victoria Halt ist eine dieser Ehren­amt­lichen, die einen Vater, der hunderte Kilometer von seinen Kindern in Mün­chen entfernt lebt, beherbergt, wenn er zu Besuch kommt. Über ihre Mo­ti­va­tion berichtet sie:

„Als ich das erste Mal vom Projekt ‚Mein Papa kommt‛ gelesen habe, war ich sofort hellauf begeistert: Ein Verein, der es möglich macht, dass sich Eltern und Kinder weiterhin re­gel­mäßig sehen können, selbst wenn sie nach der Trennung der Eltern in verschiedenen Städten oder gar Ländern leben. Obwohl oder vielleicht auch grade weil wir als Familie nicht in so einer Situation sind, wollten wir gerne helfen. Diese Entscheidung fiel damals ganz spontan und hatte verschiedene Gründe:

Wir wohnen in München, in einer der schönsten, aber gleichwohl teuersten Städte des Landes. Da wir ein Gästebett haben, war die Grundvoraussetzung, sich als Gast­geber bei ‚Mein Papa kommt‛ zu melden,  bereits vorhanden. Aktuell teilen wir unsere Wohnung einmal im Monat mit einem Vater aus Paris, dessen drei Kinder hier in München leben. Dann wird unsere Familie zur Großfamilie!

Wie oft hatte ich mir schon überlegt, wie ich ehrenamtlich irgendwo helfen kann. Aber mit drei Kindern, Hund, Arbeit, Haushalt – wann soll das denn noch da­zwi­schen passen? Und jetzt passt es ganz einfach: ein wenig Gastfreundschaft und ein Gästebett reicht für das Erste völlig aus.“

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Selbsthilfegruppe der Alleinerziehenden Amberg-Sulzbach

Birgit Wittmann ist schon seit vielen Jahren Leiterin der Selbsthilfegruppe der Allein-erziehenden Amberg-Sulzbach. Als Ansprechpartnerin für betroffene Mütter und Vä­ter liegt es Frau Wittman am Herzen, Einelternfamilien während und nach oftmals schwie­ri­gen Trennungssituationen Hilfestellung zu geben.

Das sind vor allem Gespräche, aber auch der regelmäßige Sonntagsbrunch sowie gemeinsame Aktionen und Ausflüge mit Kinderbetreuung. Durch die Gruppe er­fah­ren die Teilnehmer, dass die Trennungssituation, die alleinige Erziehungs­ver­ant­wort­ung und die Verknüpfung von Familie und Beruf gemeistert werden kann, so Wittmann.

Birgit Wittmann berichtet über ihre Motivation, Alleinerziehenden zu helfen:

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29. Oktober 2018: Engagement in einer Kirchengemeinde

Heinersreut 02Andreas Müller ist seit über 30 Jahren in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hei­ners­reuth ehrenamtlich tätig. Dort hat er schon viele Aufgaben über­nom­men, z.B. Lektor, Kirchenpfleger oder Mitglied im Kirchenvorstand.

Wie kamen Sie zu diesem Ehren­amt in der Kirche?

Andreas Müller: „Ich bin in einer christ­lichen Familie aufgewachsen. In der damaligen DDR geboren, habe ich erlebt, wie schwierig es war, wenn eine christliche Familie ihren Glauben in einem kommunistischen System leben wollte. Als ich mit zwölf Jahren nach Oberfranken kam, war es selbst­verständlich für mich, dass ich mich als Jugendlicher in der Jugend­gruppe und in der Kirche engagierte.“

Welche Aufgaben übernehmen Sie in Ihrer Kirchengemeinde?

„Als gelernter Buchhändler hatte ich schon immer Freude an Wort und Schrift. Es ist für mich deshalb eine besondere Freude, Lektor zu sein und die Epistel und Tages­losung zu lesen. Es macht mir auch Freude, vertretungsweise für unseren Pfarrer Otto Guggemos den Gottesdienst in der Gemeinde zu halten.

Als Kirchenvorstandsmitglied habe ich auch viele allgemeine Aufgaben, wie die Betreuung unseres Kindergartens, Gemeindearbeit, Messnerdienste oder die Mitgestaltung von Gottesdiensten. Auch die Jugendarbeit, unsere Kinder­gottes­dienste, der Kontakt zu Familien oder unsere Seniorennachmittage und Bibel­stunden liegen mir sehr am Herzen.“

Was ist Ihnen besonders wichtig?

„Unsere ganze kirchliche-christliche Gemeinschaft tut gut – und da möchte ich auch etwas zurückgeben. Es ist schön, die frohe Botschaft zu hören und zu verkünden – und dabei freundschaftliche und kameradschaftliche Kontakte in unserer Gemeinde zu haben.

Auch außerhalb der Gottesdienste kümmern wir uns um die Gemeinde und halten Kontakt zu den Leuten: Menschen ab 70 bekommen Geburtstagsbesuche – jeder soll sich gut aufgehoben fühlen, und vor allem nicht alleine.

Im Seniorenheim in Heinersreuth gestalten wir jeden zweiten Donnerstag einen  Gottesdienst für die Bewohner des Hauses und alle Seniorinnen und Senioren in Heinersreuth. Das wird immer gut angenommen.“

Andreas Müller von der Kirchengemeinde Heinersreuth

 

Ministranten und Jugendleiter der katholischen Pfarrei St. Joseph in München

Fronleichnam Baldachin Ministranten
Foto: gemeinfrei

Die Joseph Minis sind vielfältig im Gemeindeleben von St. Joseph in München aktiv, auch außerhalb des Gottesdienstes. Neben der eigent­lichen Jugendarbeit helfen sie bei Veranstaltungen wie Pfarrfasching, Pfarrfest, dem Familiennachmittag oder der St.Martins-Feier.

Speziell für die Kinder und Jugend­lichen der Gemeinde gibt es neben den regelmäßigen Ministunden auch eine Fußballmannschaft. In den Pfingst­ferien findet jeweils ein Zelt­lager statt und im Herbst ein Kin­der­wochen­ende. Regelmäßig gibt es auch Jugendgottesdienste für die „Kleinen“ und nachdem das Feiern nicht zu kurz kommen darf, treffen sich die Aktiven immer wieder zur „Basement Party“. Knapp 20 ehrenamtliche Jugendleiter kümmern sich in der Gemeinde St. Joseph um Kinder und Jugendliche. Viele davon stehen schon im Berufsleben, andere befinden sich noch in der Ausbildung.

 

22. Oktober 2018: Ehrenamtliches Engagement in der Gedenk- und Friedensarbeit

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Der Name mag ein wenig sperrig klin­gen – aber aktuell und wichtig sind die Aufgaben des Volksbunds nach wie vor. Es geht nicht nur um die Pflege von Kriegsgräberstätten.

Jörg Raab, Landesgeschäftsführer des Volksbundes: „Seit 19. Oktober läuft unsere jährliche Haus- und Straßensammlung. Allen Ehrenamtlichen, die sammeln gehen, und allen Spendern: Ein herzliches Vergelt’s Gott! Sie helfen dem Volksbund, auch in Zukunft seine humanitäre Aufgabe zu erfüllen und in die Gesellschaft hinein zu wirken. Es ist uns auch wichtig, den Volkstrauertag als Tag des Gedenkens, der Mahnung und Erinnerung zu gestalten.“ Weitere Säule des Vereins ist die Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit. Der Volksbund ermöglicht jährlich tausenden jungen Menschen in rund 60 internationalen Jugendbegegnungen und Workcamps, Kriegs­gräberstätten als „Lernorte der Geschichte“ zu erfahren.  „Ziel ist es“, so Raab, „zu vermitteln, dass die Möglichkeit, in Frieden und Freiheit zu leben, keine Selbst­ver­ständlichkeit ist. Je länger die Friedensphase in Europa andauert, desto wichtiger ist es, aufzuzeigen, was die Folgen von Krieg und diktatorischer Gewaltherrschaft sein können.“

Florian Völler ist Kreisbeauftragter des Volksbundes für den Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen und erzählt, weshalb er sich hierfür engagiert:

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Fahnenbegleitung im Soldaten- und Kriegerverein Prem

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Noch hoch zu Ross bei der Glockenweihe am 26.08.1951 in Prem. V.l.n.r. Sieber Hans (gestorben), Sieber Franz (gestorben) u. Lang Hans (Foto: Soldaten- und Kriegerverein Prem)

Hans Lang ist einer der wenigen, vielleicht sogar der einzige in Bayern, der seit über 70 Jahren Fahnen­be­glei­ter ist. Mehr als 700 Mal stand er für diese ehrenvolle Aufgabe an der Gemeinschaft zur Verfügung – ob bei kirchlichen Feiertagen, Be­er­di­gung­en, Gedenkfeiern, beim Schmücken von Festwägen oder auch bei Ein­weihungen und Vereidigungen und vieles mehr.

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Bayerisch-Württembergisches Krieger-bundtreffen in Maria Steinbach. V.l.n.r. Pfeiffer Max, Fahnenträger Heißerer Helmut (seit Mai 1989 im Dauereinsatz), rechts daneben wieder Lang Hans. (Foto: Rainer Rauch)

 

 

 

Der 1. Vorsitzende des Soldaten-und Kriegervereins Prem, Herr Rainer Rauch, ist stolz auf die Fahnen­ab­ordnung des Vereins: „Ein Ausrücken ohne unseren Hans war und ist bis heute undenkbar. Schließlich sind Fahnenabordnungen das Marken­zei­chen eines jeden Vereins. Hans Lang ist immer da, auch heute noch. Da gibt es kein Wo?, kein Warum?, kein ‚Geht nicht‘ oder ‚Kann nicht‘ oder ‚Habt Ihr keinen anderen?‘.“

Hans Lang erinnert sich: „Seit Kriegs­ende bin ich dabei. Es war mir immer eine Ehre, die Vereinsfahne begleiten zu dürfen.“ Rainer Rauch ist über­zeugt: „Eine Gemeinschaft muss sich nicht nur daran messen lassen, wie sie mit den Lebenden, sondern auch, wie sie mit ihren Verstorbenen, Ge­fallenen und Vermissten umgeht. Hans Lang und seine Frau Ida schmücken schon seit Jahrzehnten zum Volkstrauertag unser Krieger­denkmal. Hierfür möchten wir uns herzlichst bedanken. Wie Sie auf dem Foto sehen, ist auch unser Denkmal etwas Besonderes.“

 

15. Oktober 2018: Wahlhelfer - ein Ehrenamt, das Demokratie ermöglicht

Wählen ist nicht nur eine Bürgerpflicht. Wählen ist auch der Wesenskern einer repräsentativen Demokratie. Doch ohne die Mithilfe unzähliger Freiwilliger wären Wahlen überhaupt nicht möglich. Das beginnt bei den vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in Parteien engagieren und die Bürger­innen und Bürger an Info­stän­den über die politischen Schwerpunkte informieren, über das Plakate­kleben bis hin zu den Wahlhelfern. Bei landesweiten Wahlen, wie der aktuellen Landtagswahl, sind bis zu 150.000 Ehrenamtliche als Vorsitzende, Schriftführer oder Beisitzer im Ein­satz. Zwischen 8 Uhr und 18 Uhr kontrollieren sie die Wahlunterlagen, er­klären das Wahlverfahren – wobei strengstens auf politische Neutralität geachtet wird –, und nach der Wahl zählen sie die Stimmen aus. Die Tätigkeit ist aufgeteilt in mehrere Schichten, so dass niemand den ganzen Tag dafür einplanen muss. Egal ob Europa-, Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahl, ohne Wahlhelfer wäre dieser demokratische Akt nicht möglich. Das gilt im Übrigen auch für Volks- und Bürgerentscheide.

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Foto: Helke Hadlich, nicht nur Wahlhelferin und Chefmaskenbildnerin am Staatstheater Nürnberg, sondern auch für den Nürnberger Christkindlesmarkt im Einsatz

Helke Hadlich, Chefmaskenbildnerin am Staatstheater Nürnberg: „Seit etwa 15 Jah­ren bin ich nun schon Wahl­helfer. Es gibt Jahre, in denen es keine Wahl gibt, da­für manchmal sogar zwei. Bevor es los geht, gibt es na­tür­lich eine Wahl­schu­lung. Wir bekommen eine kleine Auf­wands­ent­schä­di­gung und/oder einen freien Tag. Auch wurden wir schon in ver­schie­de­ne Museen eingeladen und ich habe neben einem Dank­schreiben auch eine Ehrennadel bekommen.

Das ist natürlich sehr schön, wenn man dafür An­er­ken­nung bekommt. Was mich aber bewegt, ist einfach, dass ich einen kleinen Teil für die große Gemeinschaft bei­tra­gen kann. Durch dieses Ehrenamt hat sich mein In­teres­se für unsere Stadt aus­geprägt. Ich interessiere mich mehr für die verschiedenen Stadt­teile und die Men­schen, die darin leben. Und ich finde es interessant, was sich tut, wenn es wie­der auf eine Wahl zugeht. Es wäre viel weniger möglich, wenn es keine Ehren­amt­lichen gäbe. Weniger Veranstaltungen, Märkte, Kon­zerte, einfach weniger Vielfalt.“

 

8. Oktober 2018: Kindern helfen, Trauer zu bewältigen

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Foto: Hospizverein Bamberg

Renate Schulz, heilkundliche Psy­cho­therapeutin, engagiert sich seit 12 Jah­ren ehrenamtlich im Hospiz-Verein Bamberg e.V. und berichtet über diese besondere Form der Sterbe- und Trauerbegleitung: „Wir wollen Kindern Raum für Trauer ge­ben und dabei das Vertrauen ins Le­ben immer wieder auf‘s Neue stär­ken. Mit Hilfe von kreativen Projekten im Austausch untereinander und mit Begleitung unseres Teams aus sechs Betreuern, alle mit Erfahrung im pä­da­gogisch-therapeutischen Bereich, helfen wir Kindern und Jugendlichen, sich mit der eigenen Trauer aus­ei­nan­derzusetzen.“

Offene Trauergruppe und Trauer-Freizeiten: Vom Bruch zum wieder Ganzmachen

Renate Schulz: „Regelmäßig bieten wir offene Trauergruppen an, in der sich die Kinder wiedersehen und sich unter Anleitung der Betreuer austauschen oder ge­mein­sam etwas unternehmen können. Für Kinder sind die ersten Erfahrungen mit Tod und Trauer innerhalb der Familie die wichtigsten und prägendsten ihres Lebens. Wie man dort mit diesen Themen umgeht, beeinflusst Kinder und daran orientieren sie sich zukünftig.“

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Jeder Trauerprozess ist individuell

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Foto: Hospizverein Bamberg

„Unsere Aufgabe als Begleiter in einem Trauerprozess ist es, jedes Kind samt individueller Reaktion wahrzunehmen und diese als pas­send und richtig anzuerkennen. Ich denke da zurück an zwei Ge­schwis­ter, im Alter von sieben und neun Jah­ren, die zu uns in die Trauer­grup­pe kamen und deren Mutter ein halbes Jahr zuvor verstorben war. Diesen Verlust hat man ihnen kaum angemerkt, sie waren immer fröhlich. Es hat ungefähr drei Jahre gedauert, bis sie den Tod der Mutter das erste Mal er­wähnen und auch von ihren Gefühlen dabei erzählen konnten.“

Ist Sterbe- und Trauerbegleitung nicht sehr belastend?

„Ich habe noch niemanden erlebt, der diese Arbeit als zu belastend wahrnimmt. Im Gegenteil höre ich immer wieder, dass besondere Begegnungen stattfinden und tie­fe Erfahrungen gemacht werden. Zudem wird im Hospizverein Wert darauf gelegt, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter achtsam mit sich selber umgehen und durch Supervision und Austausch untereinander belastende Erfahrungen verarbeiten kön­nen. Denn die Schicksale der Kinder und ihrer Familien berühren uns sehr. Und doch sehe ich im Schweren auch das Potential zum Reifen und Wahren der ei­ge­nen Balance.“

 

Toben, Reden, Verständnis finden

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Brigitte Gehlofen aus Würzburg engagiert sich seit 16 Jahren ehrenamtlich für den Kinderhospizdienst der Malteser (Foto: Christina Gold, Malteser Würzburg)

Die Trauergruppe für Kinder und Ju­gend­liche Würzburg ist auf den ers­ten Blick eine Kinder- und Jugend­gruppe, wie sie vielerorts anzutreffen ist. Und trotzdem anders. Ein Thema verbindet alle Teilnehmer: der Verlust von Bruder, Schwester, Vater oder Mut­ter.

Der Beginn eines jeden Treffens fin­det immer in gleicher Form statt. Je­der sucht sich ein Kissen im Kreis. Larissa (9 Jahre) möchte sofort beginnen und ei­ne Kerze für ihren verstorbenen Papa anzünden, der in der vergangen Woche Ge­burts­tag gehabt hätte, und erzählt, wie sie diesen Tag verbracht hat. Max möchte als nächstes erzählen, was er in den letzten zwei Wochen erlebt hat. Eine Schul­auf­ga­be hatte er und die ist nicht so gut gelaufen.

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Wie ist die Trauerbegleitung für Kinder bei den Maltesern Würzburg entstanden?

2003 haben sich die Malteser dem Bereich der Kinder- und Jugend-Hospizarbeit geöffnet. Zunächst stand der sterbende junge Mensch, seine Eltern, Geschwister, Großeltern im Mittelpunkt. Sie alle benötigen auf ihre Weise Aufmerksamkeit und Fürsorge, Zuwendung und individuelle Hilfen.

Sehr bald zeigte sich die Not der Kinder und Jugendlichen, die den Verlust eines ihnen sehr nahe stehenden Menschen zu bewältigen hatten, so dass die Malteser bereits 2005 mit der Trauerarbeit für Kinder anfingen. Durch Einzel- und Gruppen­angebote unterstützt der Kinder- und Jugend-Hospizdienst der Malteser Kinder und Jugendliche in deren Trauerprozess.

 

1. Oktober 2018: Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden e.V.

Nationalpark 1
Foto: Dr. Hubert Zierl

Dr. Hubert Zierl ist Vorsitzender und zugleich Urheber des Fördervereins. Als ehemaliger Leiter der National­par­kverwaltung rief er den Freundes­kreis 1990 ins Leben.

Wofür engagiert sich der Freundeskreis?

Dr. Hubert Zierl: Wir haben mit dem Berchtesgadener Land eine atem­be­rau­ben­de Naturschönheit. Diese Na­tur­landschaft zu erhalten und als na­ti­o­nales Naturerbe für jetzige und künf­tige Generationen zu schützen – das ist die Aufgabe des Nationalparks Berch­tes­ga­den, der 1978 mit über­wäl­ti­gen­der Mehrheit des Bay­e­risch­en Landtags und durch Beschluss der Staatsregierung ins Leben gerufen wurde. Die Freunde des National­parks Berch­tes­ga­den stehen dem Schutzgebiet für seine großen Anliegen zur Seite: Naturschutz, aber auch naturkundliche Bildung und Naturerleben.

Was leisten die Freunde des Nationalparks?

Das ist eine ganze Palette von Aufgaben. Im Alltag des Nationalparks warten viele kleine Aufgaben, die sich erst dann bemerkbar machen, wenn sie nicht erledigt werden. Dort, wo die Mühlen der Bürokratie zu langsam mahlen oder den National­park gar nicht erreichen – dort können wir schnell und unbürokratisch helfen. Zum Beispiel mit vielen Kleinigkeiten des Alltags wie die Betreuung von Besuchern und Gästen und bei unseren Kinder- und Jugendprogrammen.

Ein besonderer Grund zur Freude: Durch eine beachtliche Spende eines dem Na­ti­o­nalpark sehr gewogenen Ehepaars sind wir gerade in der Lage, im Jubiläumsjahr Aktionen und Veranstaltungen des Nationalparks zum Fest in besonderer Weise zu gestalten. Heuer feiert der Nationalpark Berchtesgaden sein 40-jähriges Bestehen!

Liebe zur Heimat und zur Natur weitergeben – auch an Kinder und Jugendliche?

Unser Nationalpark ist für uns Heimat. Um Natur- und Heimatliebe an andere wei­ter­zugeben, veranstalten wir traditionell Literaturabende, in denen wir Autoren mit ihren begeisternden Texten über die Natur vorstellen.

Aber auch Kinder und Jugendliche sind für uns eine wichtige Zielgruppe. Ich denke da zum Beispiel an unseren Bastelnachmittag im Rahmen des Kooperations­pro­jek­tes „Berchtesgaden meets Yosemite“, ein Abkommen zwischen Nationalpark Berch­tes­ga­den und einem Nationalpark in den USA. In das Projekt istmauch das Gym­na­si­um Berchtesgaden einbezogen.

 

24. September 2018: Schülerlotsen und Schulweghelfer

Schulwegdienst
Gudrun Brendel-Fischer mit den freiwilligen Schulwegbegleiterinnen

Frau Pirch (www.gang­hofer­schu­le.de), Frau Dieckmann (www.m-ende-schule.de) und Frau Wendlinger (www.grundschule-johann-schmid.de) engagieren sich seit Jah­ren als Schul­weghelfer. Jeden Mor­gen über­wachen Sie mit anderen Schul­weg­hel­fern an Kreuzungen, Am­pel­über­gängen und Schul­bus­hal­te­stellen den Schulweg der Kinder und tragen so dazu bei, dass die Schüler sicher in die Schule und wieder nach Hau­se kommen.

Alle sind sich einig: „Dieses freiwillige Engagement ist uns deshalb so wichtig, weil Schüler das richtige Verhalten im Stra­ßen­verkehr erst lernen müssen und Schul­weg­helfer hier unterstützend und signal­gebend Tätig sein können. Mütter, Väter, Großeltern – alle Erwachsene, die gerne helfen möchten, können als Schul­weg­hel­fer oder Schulbusbegleiter einen Beitrag für die Sicherheit auf dem Schulweg leis­ten. Auch Schülerinnen und Schüler ab dem 13. Lebensjahr! Jeder Interessierte kann als ehrenamtlicher Schulweghelfer tätig sein.”

In Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei, den Grundschulen und der Kommune erhalten die freiwilligen Schülerlotsen und Schulweghelfer vor Beginn der Tätigkeit:

  • eine einmalige ca. 45 minütige gesetzlich vorgeschriebene Schulung durch die örtlichen Polizeidienststellen
  • eine kurze praktische Einführung Vorort an der Einsatzstelle selbst
  • kostenfreie Schutzkleidung (Sicherheitswesten/Jacken, evtl. Kellen)
  • Versicherungsschutz durch die Kommune

Schülerlotsen und Schulweghelfer werden immer gesucht. Nähere Informationen finden Sie bei jeder Schule, der Gemeinde/Stadt, den örtlichen Polizeidienststellen, der Landesverkehrswacht Bayern oder der Gemeinschaftsaktion Sicher zur Schule – Sicher nach Hause.

 

17. September 2018: Leitung einer Selbsthilfegruppe

Eine Selbsthilfegruppe leiten oder neu gründen – viele Menschen sehen darin die vitalste Form des Ehrenamts. Theresa Keidel, Geschäftsführerin der Selbsthilfe­koordination Bayern (SeKo Bayern) bringt es auf diesen Nenner: „Mit über 11 000 unterschiedlichen Selbsthilfegruppen in Bayern, zu über 900 verschiedenen The­men, wirkt dieses Ehrenamt auf seine ganz besondere Weise: durch Erfahrungs­austausch bzw. Verstandenwerden und Unterstützung in einem Kreis Gleich­be­trof­fener.“ Selbsthilfegruppen helfen, Ängste und Probleme abzubauen. Die Gruppen geben wertvolle Ratschläge und das Wissen: „Ich bin in dieser besonderen Lebens­situation nicht allein.“

Maria Reeb – Regionalgruppenleiterin der Scleroderma Liga e.V. München / Oberbayern

Die Selbsthilfegruppe für Sklerodermie-Erkrankte gibt es in München seit fast 35 Jahren. 1989 trat Maria Reeb dieser Gruppe aufgrund ihrer Erkrankung an dieser schweren chronischen und sehr seltenen Krankheit bei. Frau Reeb erinnert sich: „Ich war am Anfang so hilflos – und als ich in diese Gruppe kam, war ich wie befreit und erlöst. Endlich wurde ich verstanden, mit meinen Ängsten, Fragen und mit meiner Krankheit. Durch die Selbsthilfegruppe habe ich so viel Hilfe bekommen; diese Hilfe will ich weitergeben.“ Probleme ansprechen, Antworten bekommen, aufgefangen werden, Ängste reduzieren, medizinische Alltagstipps erfahren, sich gegenseitig anrufen können, auch einmal im Krankenhaus besuchen, anderen Hoffnung – aufgrund der eigenen jahrelangen Erfahrung mit dieser Krankheit – geben, beruhigen und selbst beruhigt werden, Informationen über den neuesten Stand von Medizin und Forschung teilen – das alles macht laut Maria Reeb ihre Selbsthilfegruppe und unzählige andere Selbsthilfegruppen aus.

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10. September 2018: Ehrenamtliches Engagement bei den Reservisten

Reservistin Petra Leimböck
Foto: Petra Leimböck

Petra Leimböck, Hauptfeldwebel der Reserve, engagiert sich seit 11 Jahr­en in der Feldpost und in der Re­ser­vis­ten­kameradschaft Stetten­hofen im Landkreis Augs­burg. Derzeit ist sie Schriftführerin und packt auch gerne mit an, wenn es um die Organisation von Festen und Veranstaltungen geht. Petra Leimböck: „Ich bin des­halb Reservistin, weil ich mich gerne für die Gemeinschaft einbringe. Ge­ra­de die Reservisten haben eine wich­ti­ge Brückenfunktion zwischen Bürgern und den aktiven Soldaten der Par­la­ments­armee Bundeswehr.“ Petra Leimböck be­glei­tet regelmäßig Feldpost-Einsätze im In- und Ausland. Wichtig ist Frau Leimböck auch die Kameradschaft, die sie im Kreis der Soldaten und Reservisten erleben darf.

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3. September 2018: Engagement in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)

Juhu, die Schule ist geschafft! Die Zeit nach dem Schulabschluss, vor dem Start ins Berufs- oder Studentenleben, das ist eine ganz besondere Zeit. Wer diese Zeit für sich – und für andere – nutzen und sich orientieren möchte, der kann ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) machen.

Seit mehr als 60 Jahren gibt es dieses besondere Format des Bürgerschaftlichen Engagements nunmehr in Bayern und in den letzten Jahren entschieden sich jähr­lich mehr als 4.000 junge Menschen für ein FSJ: Ob Kinder und Jugendliche be­treu­en, Senioren oder Menschen mit Behinderung unterstützen, in einem Sportverein tätig sein, im Pflege- oder Krankenheim mithelfen oder sich für Denkmalpflege und Kultur engagieren – die bayerischen Einsatzstellen sind vielfältig.

Diese Woche stellen wir Ihnen drei FSJler vor, die sich dafür entschieden haben, Kinder und Jugendliche des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums Cham zu un­ter­stützen. Zusätzlich zu den regulären hauptamtlichen Lehrkräften des schulischen Ganztagsangebots machen sie differenzierte Angebote in Kunst, Tanz, Musik und Sport. Sehen Sie selbst:

Aktivierung erforderlich

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Sigrid Schiedermeier, Mitarbeiterin im Direktorat: „Das Besondere an ‚unserem‘ FSJ ist: Seit Kurzem bieten wir nicht nur das FSJ im Sport an, sondern sind auch Ein­satz­stelle für das FSJ Kultur. In Zusammenarbeit mit Spielmobile e.V. in München klappte das für das Schuljahr 2017/18 erstmals.“

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27. August 2018: Ehrenamtliches Engagement in einem Kindergarten-Förderverein

Unzählige Eltern in Bayern unterstützen die pädagogische und erzieherische Arbeit von Schulen und Kindergärten in einem Förderverein. Allen Ehrenamtlichen, die sich im Vorstand eines Fördervereins oder durch sonstiges „Zupacken“ engagieren: Herzlichen Dank! Sie unterstützen überall dort, wo Aktionen und Projekte, wo Anschaffungen und Ausgaben den üblichen Rahmen und die Möglichkeiten der Einrichtung übersteigen.

Kiga Foeverein Rottenburg
Foto: Petra Brunner, v.l. Petra Brunner (1. Vorsitzende), Manuela Past (Beisitzerin), Marion Heckner (Kassierin), Renate Zitzmann (Beisitzerin)

Der Kindergarten-Förderverein Rottenburg e.V. feierte heuer sein 45-jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch – auch zur be­ein­druckenden Mitgliederzahl 480.
Petra Brunner, 1. Vorsitzende: „Mit unserem ehrenamtlichen En­ga­ge­ment im Kindergarten-Förderverein leisten wir einen positiven Beitrag zum Wohle unserer Kinder, das ist unser Ansporn. Wir freuen uns, den Kindern Wünsche erfüllen zu können, die über das Übliche hinausgehen: Mit dem Jahresmitgliedsbeitrag von 4 € und Spenden waren dies seit der Gründung des Vereins über 120.000 €. Davon profitieren nicht nur der Kindergarten St. Raphael und der Kindergarten Lebens­kunst Oberhatzkofen, sondern auch die Kinderkrippe Laaberspatzen.“

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Freunde und Förderer des Kindergarten Sankt Michael e.V. in Inzell
Foto: Hildegard Jung; der Förderverein des Kindergarten St. Michael Inzell bei einer Spendenübergabe

Freunde und Förderer des Kindergarten Sankt Michael e.V. in Inzell: Seit über zehn Jahren unter­stützt der Verein mit seinen circa 50 Mitgliedern – und seinem Jahre­smindest­bei­trag von 10 € – die Er­ziehung und Betreuung der Kinder im St. Michael-Kindergarten. Viele An­schaf­fungen wären ohne ihn nicht möglich.

Hans Scheurl, Vorsitzender des För­der­vereins: „Der Verein ist für den Kindergarten sehr wichtig, da alle Mit­glieds­bei­träge, Spenden und Erlöse von Festen an den Förderverein gehen. Beim letzten Sommerfest konnten wir zum Beispiel dank des großen Engagements der Eltern über 2.000 € Reinerlös erwirtschaften.

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Förderverein Kindergarten St. Martin e.V. in Erlangen: Aus der Vorstandschaft erzählen Ulrich Friedrich und Mareike Dörfler: „Wir möchten den Kindern eine un­ver­gessliche Zeit im Kindergarten ermöglichen. Jedes Kind soll diese besondere Zeit, die nie wieder im Leben kommt, genießen. Dafür möchten wir vom Förder­ver­ein Mittel zur Verfügung stellen, damit auch mal etwas ganz Besonderes or­ga­ni­siert werden kann – sei es ein Clown oder ein Zauberer, der den Kindern einen un­ver­gesslichen Tag bereitet.

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Für die finanzielle, aber auch tatkräftige Unterstützung danken wir den Mitgliedern des Fördervereins St. Martin – den Eltern, Großeltern, Patenonkeln, Freunden des Kindergartens, Tanten, Onkeln, umliegenden Geschäften, engagierten Erziehern und Erzieherinnen und lokalen Banken.“

 

20. August 2018: Ehrenamtliche Büchereiarbeit in der Gemeindebücherei Reit im Winkl

Öffentliche Büchereien sind die mit Abstand meistbesuchte kulturelle Einrichtung in Bayern. Vieles wird in den Büchereien von engagierten Ehrenamtlern gestemmt – von der Ausleihe, der Bestandspflege und dem Bucheinkauf bis hin zur Ka­ta­lo­gi­sie­rung und Vorbereitung besonderer Aktionen. Zum St. Michaelsbund, dem ältesten bayerischen Büchereiverband, gehören über 1.000 Büchereien mit rund 12.000 ehrenamtlichen Helfern im „Büche­rei-Einsatz“. Eine davon ist die Gemeinde­bü­cherei Reit im Winkl – in gemeinsamer Trägerschaft von Pfarrei und Kommune. Ihre ehrenamtliche Leiterin Anja Schaub stellt sich vor:

Buecherei 1
Foto: Anja Schaub

„Seit über 15 Jahren leite ich ehren­amtlich die Gemeindebücherei Reit im Winkl. Anfangs ohne jedes Wissen zum Thema Bücherei. Die Beratung und verschiedene Schulungen vom Sankt Michaelsbund unterstützten mich bei der Einarbeitung. Nach ei­ni­gen Jahren absolvierte ich dann die über 1-jährige Ausbildung zur kirch­lichen Büchereiassistentin. Mitt­ler­weile engagiere ich mich etwa acht Stunden wöchentlich in der Bü­che­rei. Wir arbeiten im Büchereiteam alle ehrenamtlich und sind etwa immer zehn Frauen. Jede arbeitet im Rahmen dessen, was ihre persönliche momentane Lebenssituation ermöglicht. “

Auszeichnung vom Bayernwerk für "besonders nachhaltige und hervorragende Leseförderung"
Foto: Anja Schaub: „Hier feiern wir mit unserem ehrenamtlichem Team und Vertretern unseren Träger (Pfarrer und 1. Bürgermeister) unsere Auszeichnung vom Bayernwerk für besonders nachhaltige und hervorragende Leseförderung.“

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Kinderferienprogramm der Gemeindebücherei Reit im Winkl
Foto: Anja Schaub

Leseförderung für alle, auch in kleinen ent­legenen Orten – das liegt dem Bücherei-Team besonders am Herzen. Die Erfolge, die sie in den vergangenen Jahren in der Leseförderung erzielen konnten, mo­ti­vie­ren Anja Schaub und ihre Mitstreiter, dran zu bleiben. Darüber hinaus ist die Gemeinde­bü­cherei Reit im Winkl inzwischen auch ein richtiger Treff­punkt für Einheimische und Gäste geworden – mit dem aktuellen Medienangebot und den zahl­reichen Veranstaltungen, etwa der jährlichen Teilnahme am Kinderferienprogramm, erntet das Team immer wieder großes Lob. Freude am Umgang mit Men­schen und Büchern zeichnen das Team aus.

Anja Schaub: „Beim Ferienprogramm folgten wir mit den Kindern im Wald den grünen Spuren, lösten ein Rätsel nach dem anderen um dann ein kniffliges Zahlenschloss zu knacken.“

Kinderferienprogramm der Gemeindebücherei Reit im Winkl
Foto: Anja Schaub

 

13. August 2018: Ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Behinderung

Ehrenamt mal anders herum: Immer mehr Menschen mit Be­hin­de­rung wollen sich ehren­amtlich in die Gemeinschaft einbringen, weiß die Beauftragte für Menschen mit Behinderung Irmgard Badura. Sie sehen sich nicht nur als po­ten­zi­elle Emp­fän­ger, sondern umgekehrt auch als Geber von ehrenamtlichem En­ga­ge­ment. „Helfen macht Freude. Das gilt für alle Menschen. Und für alle Menschen ist es wichtig, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, un­ab­hängig davon, ob sie eine Be­hinderung haben oder nicht“, so die Ehrenamtsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer.

Diese Woche möchten wir Ihnen zwei Beispiele aus der Praxis vorstellen und Menschen mit und ohne Behinderung Lust machen, Ähnliches auszuprobieren.

Blutspendedienst des BRK Bad Neustadt

Blutspendedienst des BRK Bad Neustadt
Foto: Lebenshilfe Rhön-Grabfeld e.v.

Das Rote Kreuz Bad Neustadt/Saale macht vor, wie das gehen kann. Hier gibt es nämlich einen Blut­spende­dienst „Gemeinsam gegen Gleich­gültig­keit“, bei dem sich Menschen mit und ohne Behinderung en­ga­gie­ren. Ob bei der Betreuung und Verpflegung der Spender, ob beim Vorbereiten kleiner Speisen,  beim Servieren oder Auf­räumen – alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Blutspendedienstes sind hier gefragt.

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Assistenz beim Schwimmkurs im Freizeitnetzwerk Sport in Nürnberg

Schwimmkurs
Foto: Kerstin Bloß

Kerstin Bloß, seit der Geburt an Taubheit grenzend hochgradig schwer­hörig, engagiert sich ehren­amtlich auf vielfältige Art und Weise: In der Lebenshilfe Nürnberg ist sie zurzeit beim Freizeitnetzwerk Sport eingesetzt, das als Projekt der AKTION MENSCH sportbegeisterte Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt. Die Aufgabe von Kerstin Bloß ist es, einem Jungen mit Down-Syndrom beim Schwimmen lernen zu unterstützen.

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Schwimmkurs-2
Foto: Kerstin Bloß

Kerstin Bloß engagiert sich aber noch weit darüber hinaus. Sie ist Übungs­leiterin bei mehreren Vereinen u.a. Schwimmverein Franken e.V. (SV Franken e.V.), ATV Frankonia Nürn­berg e.V. und Hörgeschädigten Freizeit- und Sportgruppe Franken e.V. (HFS Franken e.V.). Als Zweit­kraft / Begleitkraft ist sie beim In­te­grati­ven Schwimmen in der Schwimm­schule Sam & More Heideck tätig. Ausserdem ist sie auch Sport­ab­zei­chen­prüferin für Laufen, Rad, Leichtathletik und Schwimmen im BLSV sowie im Behinderten- und Versehrten-Sportverband (BVS Bayern) aktiv. Besonders stolz ist Kerstin Bloß darauf, dass – auch durch ihren hartnäckigen Einsatz – im Oktober 2017 die erste deutschlandweite Rettungsschwimmerausbildung für Hörgeschädigte stattfand.

 

6. August 2018: Elisabethenverein in St. Joseph, München

Heidi Mielich, Vorsitzende des Elisabethenvereins, stellt vor, wie der Verein bedürftige Mitmenschen, insbesondere Senioren und Aleinerziehende, unterstützt und für sie da ist.

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